Spätestens kurz vor dem Abschluss stellt sich für alle Schülerinnen und Schüler die wichtige Frage, wie es weitergehen soll. Mit einer Ausbildung oder einem Studium? Und in welchem Bereich liegen die individuellen Stärken und Interessen? Was einfach klingt, ist für Jugendliche oftmals eine Entscheidung fürs Leben.
Mit dem Programm COACHING4FUTURE will die Baden-Württemberg Stiftung gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit Schulen bei der Berufsorientierung unterstützen.

Ein Baustein dafür ist die mobile Industriewelt DISCOVER INDUSTRY, die zeigt, welche Aufgaben Ingenieurinnen und Ingenieure in der Industrie übernehmen, wie die Digitalisierung die Industrie verändert und wie viel Mathematik oder Physik in unseren Alltagsprodukten steckt. Jugendliche erhalten in dem zweistöckigen Mobil, das an weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg Station macht, unter fachlicher Anleitung an fünf Arbeitsstationen einen Einblick in den industriellen Produktentstehungsprozess und lernen berufliche Perspektiven kennen.

Eine weitere Roadshow-Initiative ist im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterwegs. Bei Tourstopps an bis zu 75 Standorten pro Jahr informiert der InnoTruck über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Innovationen für Deutschland. Gezeigt wird aber auch, welchen Forschungs- und Technologiefeldern die Bundesregierung für die Zukunft besondere Bedeutung zumisst. Begleitet wird die Tour durch weitere Angebote mit Printmedien, im Internet und in den sozialen Medien. Jugendliche im ganzen Land können in dem zweigeschossigen Mobil beispielsweise an Experimentierworkshops teilnehmen oder Coachings zur Berufsorientierung besuchen. Auf diese Weise sollen Schülerinnen und Schüler chancenreiche Tätigkeitsbereiche kennenlernen und sich ein eigenes Bild über ihre persönlichen Perspektiven in Forschungs- und Technikberufen machen können.

Der Aufwand, der betrieben wird, um potenzielle Fachkräfte schon früh für wichtige Zukunftsthemen zu begeistern, ist also enorm. Simone Schiebold, geschäftsführende Gesellschafterin bei der für die Initiative InnoTruck verantwortlichen Agentur, ist zuversichtlich: „Mit einer mobilen Ausstellung können wir direkt zu den Schulen fahren und ein sachlich ausgewogenes Informationsangebot bereitstellen, das sich mit seinem Erlebnischarakter deutlich vom Schulalltag abhebt. Das ist insbesondere wichtig, da Berufe in Industrie und Wissenschaft manchmal ein negatives Image haben und deshalb bei jungen Leuten wenig populär sind.“

Dennoch ist sich Schiebold auch bewusst, dass sich lange nicht alle nach einem Besuch in der fahrenden Ausstellung direkt für einen Berufsweg entscheiden: „Was wir vor allem machen, ist Optionen aufzuzeigen, die zuvor nicht im Bewusstsein der Schüler waren.“ Mit einer Roadshow bleibt man also im Gedächtnis – ob daraus eine Entscheidung fürs Leben wird, bestimmen natürlich noch weitere Faktoren.

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