Wie verändert sich das Lernen durch das Internet?

Viele Kinder haben heute im familiären Bereich bereits vom frühesten Alter an einen wesentlich natürlicheren Umgang mit dem Internet als noch zehn Jahre zuvor. Die Chancen – aber auch die Grenzen – im Umgang mit dem Netz zu lernen, werden daher immer wichtiger. Digitale Lernplattformen helfen hier in einem geschützten Umfeld bereits im Grundschulalter digitale Kompetenzen zu fördern, die in der Schule leider oftmals noch zu kurz kommen.

Mein Rat an Eltern ist es deswegen, eine bewusste Auswahl der Angebote zu treffen und ein besonderes Augenmerk auf Qualität und geprüfte Inhalte zu legen, die ohne ablenkende Werbeeinspielungen funktionieren. Zum Beispiel lockt YouTube  zwar durch kostenlose Inhalte, es fehlt jedoch die regulierende Instanz für geeignete oder fehlerhafte Formate. Eltern sollten sich aber darauf verlassen können, dass auch wirklich der richtige Lösungsweg vermittelt wird.

Welchen Vorteil bergen Lernvideos gegenüber anderen Medien?

Lernvideos fördern gezielt das individuelle Lernen. Sie lassen sich beliebig oft abspielen, pausieren oder zurückspulen, bis der Inhalt verstanden ist. Dabei steht das eigenständige Lernen im eigenen Tempo im Vordergrund. Im Unterricht lässt sich das oft nicht umsetzen, denn der Lehrplan richtet sich nach dem durchschnittlichen Fortschritt und Lehrer können den Wissensstand jedes einzelnen Schülers in der Klasse nicht zu jeder Zeit erfassen.

Videos sind daher eine schöne Ergänzung – zumal sich durch die Verbindung aus Bild, Ton und Animation Inhalte besser im Gehirn verankern lassen, als nur mit dem Lesen eines Buches oder dem Hören einer Audioaufnahme. Zum Festigen des Wissens eignen sich Übungen und Arbeitsblätter, die den Stoff der Videos aufgreifen. So lernen Kinder mit Spaß und begegnen Lernlücken bevor sie entstehen. 

Wie verändert das digitale Lernen mit einer Lernplattform den Lernalltag?

Der größte Vorteil daran, eine digitale Lernplattform zu nutzen, liegt darin, dass hier das gesamte Wissen portionsweise aufbereitet zur Verfügung steht. Das heißt, es werden zum Beispiel komplexe Themen in drei- bis sechsminütige Videos verpackt, die auch schwer verständliche Inhalte anschaulich erklären. Durch Übungen werden diese reflektiert, nicht Verstandenes identifiziert und so gelöst. Das Geheimnis hinter langfristigem Lernerfolg heißt nämlich vor allem regelmäßiges, strukturiertes Lernen und Wiederholen statt Marathonbüffeln.

Wir geben hier die optimale Vorlage, wie so eine Lernstruktur im Alltag aussehen kann – einfach nach der Schule ein bis zwei Einheiten absolvieren und schon wurde der Stoff aus dem Unterricht nachbereitet und gefestigt – und das in wenigen Minuten. Sollte in der Übung mal eine Frage falsch beantwortet worden sein, gibt es eine direkte Rückmeldung mit konkreten Tipps und Hinweisen, die zur richtigen Lösung verhelfen ohne sie bloß vorzugeben. Übrigens ist das auch für Eltern spannend, die den Anschluss an den Fortschritt ihres Kindes nicht verlieren möchten.

Wie kann man Lernvideos vor allem beim Schulstart sinnvoll einsetzen?

Zu Beginn der Schulzeit ist es wichtig, den Grundstein für regelmäßige Lernroutinen zu legen aber das Kind gleichzeitig nicht zu überfordern. In diesem Alter ist ein spielerischer Zugang wichtig. Die Lerneinheiten sollten dabei klein sein, so dass sie sich regelmäßig in wenigen Minuten in den Alltag einbinden lassen. In unseren neuesten Videos bauen wir daher Mathethemen in kleine Geschichten mit bunten und witzigen Charakteren ein. Kinder können sich auf diese Weise einfach besser in Fragestellungen versetzen, weil sie den Sinn dahinter verstehen.

Was würden Sie Eltern für den Schulstart raten?

Mein persönlicher Ratschlag ist es, die kleinen und die großen Erfolge gleichermaßen zu sehen und zu feiern. Denn das A und O für Motivation beim Lernen ist Bestätigung. Lob sollte es daher nicht nur für eine herausragende Note geben, sondern bereits für den Weg, der dahin führt. Das stärkt das Selbstbewusstsein und hilft ihrem Kind dabei, seine eigenen Stärken und Talente zu finden und auszubauen.