Die Hochschulen reagieren damit auf sich wandelnde Bedürfnisse, vielfältigere Bildungswege, veränderte Lebenssituationen und finanzielle Möglichkeiten junger Menschen.

Berufsintegrierende duale Studiengänge ermöglichen qualifizierten Berufstätigen ein Studium parallel zu ihrer Berufstätigkeit.

Diese zunehmende Flexibilität ermöglicht auch für Diejenigen ein Studium, die nicht über eine traditionelle Hochschulzugangsberechtigung verfügen. Mittlerweile gibt es hunderte duale Studienangebote von der Betriebswirtschaft über naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Fächer bis zur Sozialarbeit.

Ein duales Studium verbindet das Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit der Berufspraxis in einem Unternehmen. Berufliche bzw. berufsbildende Elemente sind integraler Bestandteil des Studiengangs. Ein duales Studium kann ausbildungsintegrierend, berufsintegrierend, praxisintegrierend oder berufsbegleitend sein.

Duale Studiengänge sind nicht gleich lang, die Spanne liegt in der Regel zwischen sechs und elf Semestern.  Zudem finden sie auch in unterschiedlichen Zeitmodellen statt, die je nach Bundesland stark variieren können.

Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge richten sich vor allem an junge Menschen, die eine Berufsausbildung mit einem Hochschulstudium verbinden wollen. Der Ausbildungsbetrieb kann auf diese Weise langfristig akademische Fachkräfte entwickeln und binden.

Praxisintegrierende duale Studiengänge sehen im Studienverlauf mehrere Praxisphasen in Kooperationsunternehmen bzw. -einrichtungen vor. Diese sind inhaltlich mit dem Studium abgestimmt und verknüpft.

Berufsintegrierende duale Studiengänge ermöglichen qualifizierten Berufstätigen ein Studium parallel zu ihrer Berufstätigkeit. Die berufliche Tätigkeit ist mit inhaltlichem Bezug fester Bestandteil des Studiums.

Berufsbegleitende duale Studiengänge wenden sich an Interessierte, die schon einige Zeit in ihrem Beruf arbeiten oder nach dem Schulabschluss direkt eine betriebliche Ausbildung absolviert haben und sich nun weiterqualifizieren und sich so neue Karriere- und Verdienstmöglichkeiten eröffnen wollen. Die Berufsausübung ist hier kein zwingender Bestandteil des Studiums.