Das eine erfasst Zusammenhänge besser, das andere lernt schneller, das nächste ist in Gruppensituationen stark. Für die Bildung bedeutet das: Es ist essenziell, dass Kinder und Jugendliche nach ihren individuellen Bedürfnissen gefördert und gefordert werden. Schlüssel zu guter Bildung sind hochmotivierte und gut ausgebildete Lehrkräfte. Sie eröffnen den Kindern neue Welten, fördern sie in ihrer Neugier und unterstützen im Lernprozess.

Für gute Bildung braucht es aber auch gute Schulgebäude. In den letzten Jahren hat sich ein Investitionsstau im Schulbau von 32 Milliarden Euro aufgebaut. Viele Bundesländer reagieren. Schulen werden gebaut, instandgesetzt, umgestaltet. Offene Lernlandschaften sollen die Lehrenden und Lernenden im Bildungsprozess optimal unterstützen.

Das ist dringend notwendig. Denn die  Anforderungen an Schulen ändern sich, auch weil Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen, Kinder mit und ohne Migrationshintergrund und geflüchtete Kinder zusammen unterrichtet werden sollen. Das Lernen der Zukunft muss dem Rechnung tragen – durch einen Lern- und Lebensraum Schule, der allen Kindern gleichermaßen Lust auf Lernen und Entdecken macht.

Jeder weiß: Gute Bildung kann nur gelingen, wenn investiert wird. Zwar ist es erfreulich, dass die Ausgaben stetig steigen. Auffällig bleibt im nationalen Vergleich aber die enorme Bandbreite zwischen den Bundesländern. Angesichts der Wirtschaftskraft Deutschlands braucht es hier neue Wege für die Zukunft des Lernens. Die Signale in Richtung „Aufhebung des Kooperationsverbotes“ sind vielversprechend. Dieser Weg muss weiterverfolgt werden. Damit es in ganz Deutschland tatsächlich heißen kann: Bildung öffnet Türen. Für jedes Kind.