Digitale Medien sind für sie essentielle Zugänge zur Welt. Umso größer die Enttäuschung, wenn deutsche Bildungsinstitutionen nicht auf gewohntem Niveau – geprägt von Google, Apple, facebook & Co. – mithalten können. Aber die Hochschulen sind erfinderisch. Und erkennen, welches Potenzial in digitalen Services steckt.

Für dezentrale Organisationen wie Hochschulen, mit einer Vielzahl an Einrichtungen, Instituten und Meinungen, ist es nicht einfach, ein konsistentes Informationsangebot zu erstellen, das mit aktuellen Entwicklungen in User Experience, Interface-Design und mobiler Gerätenutzung halten kann.

Digitale Services als Qualitätskriterium.

Doch: Hochschulen, die sich als Marke begreifen, verstehen, dass sich Investitionen in digitale Services lohnen. Längst beziehen Studienbewerber die Qualität der digitalen Angebote in die Wahl ihrer Uni ein –  und Rankings, wie z.B. das CHE-Hochschulranking, bewerten sie. Lernen und Lehre profitieren nachhaltig von einer durchdachten Digitalstrategie. Gut, wer sie hat: denn besseres Marketing als „zufriedene Studierende“ gibt es nicht.

Breite Einsatzmöglichkeiten für Apps & Co.

Online-Bewerbung, digitale Buchausleihe, Eventkalender oder Mensa-Plan auf der Website sind mittlerweile fast Standard, genauso wie campusweites W-Lan. Hilfreich ist es, wenn das Schwarze Brett online zur Verfügung steht oder wenn im Netz Prüfungsanmeldungen und Raumbuchungen möglich sind. Und natürlich sollten Noten und Scheine digital abrufbar sein.

Richtig praktisch wird es, wenn ein persönlicher Stundenplan Nachrichten aufs Handy sendet, etwa wenn ein Dozent krank ist. Toll, wenn ein interaktives Leitsystem per App die Orientierung auf dem Campus einfacher macht, z.B. mit Indoor-Navigation oder Augmented Reality. Zeitsparend, wenn die Mensa-Card von zuhause aufgeladen werden kann.

Jeder Studierende weiß, wie aufwendig die Koordination des Lernens sein kann. Digitale Kollaboration ist die Zukunft, sie macht Lernen einfach und zugänglicher: mit virtuellen Projekträumen, digitalen Sprechstunden per Chat, downloadbaren Skripten, Foren, Streaming von Vorlesungen bis hin zu sogenannten MOOCs (Massive Open Online Courses).

Nicht einfach: Echte Innovation möglich machen.

Die Ideen sind da. Doch der Blick aufs Ganze fehlt häufig. Ob Websites, Intranet, Apps oder Hochschulmanagement-Systeme: Gewachsene Strukturen, diffuse Zuständigkeiten, unkoordinierte Einzelinitiativen und schmale Budgets verhindern häufig echte Innovation. Viel wird intern nebenbei gestaltet und programmiert.

Es lohnt sich: „Student Experience“ schafft Identifikation

Sozial, lokal, mobil –  das sind die Dimensionen, in denen digitale Services von Hochschulen sinnvoll sind, weil nur sie selbst die relevanten Daten liefern und verknüpfen können. Zwar werden Whatsapp, Facebook-Gruppen etc. seit Langem zum Studium genutzt und Drittanbieter haben sich auf Standard-Lösungen z.B. für Campus Apps spezialisiert. Doch in Zukunft werden im Exzellenzwettbewerb integrierte und individuelle Angebote wichtig. Für eine digitale Student Experience, die echte Identifikation mit der Hochschule schafft, die Marke differenziert und die besten Köpfe anzieht. Da heißt es: dranbleiben!

Finaler Tipp für angehende Studierende: am besten ausführlich checken, wie es um die Qualität des digitalen Angebots der Wunschhochschule steht. Damit später keine Überraschungen entstehen.

Weitere Informationen unter www.aperto.com und http://hochschulmarketing-magazin.de