Wer sich einmal für einen Beruf entschieden hat und sich darin lange wohlfühlt, einen tollen Arbeitgeber gefunden hat und seine Aufgaben liebt, hat Glück. Nicht jedem geht es so.

Die Weiterbildung kann hier ein Weg sein, noch einmal von vorne anzufangen. Durch die mit der Weiterbildung einhergehenden Qualifikationen rücken neue Stellen in greifbare Nähe und neue Optionen tun sich auf.

Aber selbst wenn man sich in seinem Unternehmen und seiner Position wohlfühlt, kann eine Weiterbildung auf eigenem Wege oder in Absprache mit dem Arbeitgeber für neue Aufgaben qualifizieren oder den Horizont erweitern.

Aus welchen Gründen sollte man sich für eine Weiterbildung entscheiden?

Die Gründe für Weiterbildungen sind breit gefächert. Am wichtigsten bei der Entscheidung ist wohl die Frage, ob man sich die zusätzliche Arbeit zutraut, die das Lernen mit sich bringt. Ist man ohnehin in einer Neuorientierung begriffen, kann man seine gesamte Zeit auf die Weiterbildungen konzentrieren. Abends im Selbststudium jedoch noch zusätzlichen Stoff aufzuarbeiten, ist nicht für jeden erstrebenswert.

Weiterbildungen sollten angestrebt werden, wenn man:

 

  • die Zeit dafür aufbringen kann und will
  • in der aktuellen Situation unzufrieden ist
  • gern Neues lernt und dafür offen ist
  • neue Chancen erschließen möchte

So kann Weiterbildung finanziert werden

Nahezu jede Weiterbildung kostet Geld. Die Kosten können von einem Arbeitgeber, Träger, aus staatlichen Mitteln oder privat getragen werden. Ist man arbeitssuchend, kann das für eine Weiterbildung ein Vorteil sein. Die Agentur für Arbeit stellt nicht nur Bildungsgutscheine zur Verfügung, sondern arbeitet auch mit zahlreichen Anbietern zusammen. Eine berufliche Weiter- oder Erstausbildung wird möglicherweise komplett übernommen. Je nach Zeitaufwand und Umstand der Arbeitslosigkeit kann das Jobcenter einen für diese Zeit nicht einmal zusätzlich in eine Beschäftigung zwingen. Eine Rückfrage beim zuständigen Sachbearbeiter ist es in jedem Fall wert. Auch ältere Menschen können den Wunsch problemlos vortragen.

Wenn all diese Mittel ausgeschlossen werden müssen, kann auch ein privater Kredit zu sinnvollen Konditionen ein Weg sein, den Berufswunsch zu finanzieren und nach der Weiterbildung den Kredit schrittweise abzubezahlen durch den höheren Verdienst in der neuen qualifizierten Stelle.

So oder so: Bildung lohnt sich immer. Sie erhöht sogar die Aussicht auf eine Gehaltserhöhung. Das ist das Ergebnis der TNS-Infratest-Studie, an der 300 Personalverantwortliche beteiligt waren. 87 Prozent der Personaler sagten, Weiterbildung fördere definitiv den beruflichen Aufstieg, für 78 Prozent war sie Anlass für eine Gehaltssteigerung bei den Arbeitnehmern – allerdings mit einer Einschränkung: Entscheidend sei die Eigeninitiative des Mitarbeiters, sich beruflich weiterbilden zu wollen. Für 83 Prozent der Befragten war das ausschlaggebend. Geht es um die Einstellung neuer Mitarbeiter, schauen gar 77 Prozent auf diese Eigeninitiative.

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