Pharmazeuten werden nicht nur in Unternehmen der Pharmabranche gebraucht, sondern sind auch in Gesundheitsämtern und -behörden, im Umweltschutz, in Forschung und Lehre sowie bei Krankenkassen und in Krankenhäusern gerne gesehen.

Auf die richtige Einstellung kommt es an!

Allerdings gilt Pharmazie auch als einer der anspruchsvollsten – und  anstrengendsten – Studiengänge: Über mindestens vier Jahre kommt man um ein hohes Lernpensum und intensiven Arbeitsaufwand nicht herum. Der Gedanke an eine schöne Karriere allein wird in den meisten Fällen nicht ausreichen, das erste oder sogar das zweite Staatsexamen zu erreichen. Neben schierem Durchhaltevermögen ist also auch Motivationsfähigkeit gefragt: Wer sich nicht prinzipiell für Chemie begeistern kann, wer eigentlich gar nicht so neugierig ist wie gedacht, wer nicht konzentriert und streng analytisch denken will und keinen Spaß an Laborarbeit hat, wird es sehr, sehr schwer haben.

Bin ich geeignet für ein Pharmaziestudium?

Ein guter Anzeiger in dieser Hinsicht sind Erfahrungen und Ergebnisse in den entsprechenden Schulfächern, also vor allem Naturwissenschaften und Informatik, aber auch Englisch und Latein, denn die Welt der Pharmaprodukte ist nicht nur erstaunlich international, sondern eben auch – überhaupt nicht erstaunlich – extrem naturwissenschaftlich. Es kann außerdem nicht schaden, wenn man von Haus aus eher ordnungsliebend, diszipliniert und gewissenhaft veranlagt ist. Pharmazeuten üben einen sehr verantwortungsvollen Beruf aus – letztendlich geht es immer um die Gesundheit anderer Menschen.

Kreative Charaktere, die davon träumen, eine „Wunderpille“ zu designen, Karrieristen, die einfach mal so „reicher Apotheker“ werden wollen, Denker, die aus eher philosophischen Motiven an den chemischen Bausteinen der Realität interessiert sind, werden sich auf Dauer den Realitäten anpassen müssen. Natürlich sind Pharmazeuten keine willenlosen Roboter, die jahrelang nichts tun, als kleine Tröpfchen in kleine Gläschen zu füllen! Aber die inhärenten Anforderungen an absolute Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit sind dahin gehend angelegt, jedem „Ego“ dieser oder jener Art sanft, aber bestimmt die Grenzen aufzuzeigen.

Fakt ist: Wer Durchhaltevermögen und analytisches Denken mit einem großen Interesse für Naturwissenschaft vereinen kann, für den stehen nach einem erfolgreichen Studium zahlreiche Türen offen.