Rund 110.000 Menschen arbeiten in den vielfach familiär geführten Unternehmen. In manchen Bereichen beträgt der Anteil der beschäftigten Frauen bis zu 75 Prozent. Sie bleiben nicht selten von der Ausbildung bis zur Rente, mit einer sicheren Zukunftsperspektive.

Moderne Automaten sind verlässliche Hightech-Geräte, die ständig weiterentwickelt und verbessert werden. Logistik, Wartung und Service rund um den Automaten sind anspruchsvolle Aufgaben, die in einer Ausbildung zur Automatenfachfrau/zum Automatenfachmann erlernt werden können.

Das dreijährige Curriculum lässt eine Spezialisierung in verschiedene Bereiche zu. Die Auszubildenden können einen eher technischen Weg (Mechatronik, IT), einen kaufmännischen oder einen dienstleistungsorientierten Weg einschlagen und legen eine staatlich anerkannte Prüfung vor der IHK ab.

Laut DIHK haben seit 2008 fast 1.200 junge Menschen mit unterschiedlichen Schulabschlüssen die Ausbildung in diesem komplexen Berufsfeld erfolgreich absolviert. Hauptschüler, Realschüler und Abiturienten erhalten hier eine Chance, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Ein Standbein, das in einer zunehmend digitalisierten und automatisierten Welt weit über das Aufgabenfeld in der Deutschen Automatenwirtschaft hinaus trägt. Und eigentlich ist der Lernprozess durch den Berufsabschluss noch lange nicht beendet. Die Dynamik, mit der sich die Geräte entwickeln, Technik und Innovation voranschreiten, schlägt sich natürlich auch im Berufsalltag der bereits Ausgebildeten nieder, die laufend weiter- und fortgebildet werden.

Nicht nur der technische Teil der Branche ist einem ständigen Wandel und Fortschritt unterworfen und bedarf einer regelmäßigen Auffrischung des Know-hows. Die Aufstellung und Betreuung von Geldspielgeräten erfordert ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, insbesondere im Kontakt mit den Spielgästen.

Die Deutsche Automatenwirtschaft ist sich ihrer Verantwortung für einen funktionierenden Jugend- und Spielerschutz bewusst und schult ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dementsprechend. Das Regelwerk und die betrieblichen Sozialkonzepte zu kennen, ist eine Sache.

Letztlich kommt es auf die Umsetzung an. Die Ausbildung beinhaltet soziale wie psychologische Elemente. Es ist schließlich das geschulte Personal, das das Spiel in beaufsichtigten Spielstätten von anderen Formen des Glücksspiels unterscheidet. Das Internetspiel lebt zum Beispiel völlig ohne Kontrolle.

Weil Jugend- und Spielerschutz vitale Aufgaben der Deutschen Automatenwirtschaft sind, lassen sich die Unternehmen der Branche dahin gehend von unabhängigen TÜV-Organisationen prüfen und klären mit einer Kampagne über das geregelte Automatenspiel im Unterschied zum illegalen Spiel auf.

Technik und soziale Verantwortung gehören untrennbar zusammen. Das vermittelt die Ausbildung zur Automatenkauffrau/zum Automatenkaufmann. Wer hier lernt, lernt für das Leben und lernt für die Zukunft.