Ein Job nur zum Geldverdienen? Die meisten Menschen erwarten heute mehr von ihrem Beruf. Sie wollen sich selbst verwirklichen und das für sie Passende finden. Das gilt besonders für Jugendliche, die nach der Schule einem riesigen Angebot von Möglichkeiten gegenüberstehen. Doch wie findet man den Beruf, der genau passt? Man muss dazu zwei Bereiche gut kennen: die Berufswelt und die eigene Person.

Ein genaues Bild von der Berufswelt bekommen

Viele Jugendliche verwenden mehr Zeit darauf, sich über das nächste Handy zu informieren als über ihren zukünftigen Beruf. Warum? Weil sie nicht wissen, wie sie das Thema angehen sollen.Sie werden mit diversen Materialien und Anlaufstellen konfrontiert. Dort wird es dann viel zu schnell viel zu detailliert: Anstatt sich zuerst damit auseinanderzusetzen, ob sie einen Beruf im sozialen oder wirtschaftlichen Bereich machen möchten, sollen die Schüler entscheiden, ob sie „Finance & Accounting“ oder lieber „Kinder- und Jugendpsychologie“ studieren wollen.

Was die Studiengänge wirklich beinhalten, zu welchen Berufen sie führen, bleibt unklar.
Zu fremd sind für Schüler die Welten außerhalb der Schule. Häufig bewerten sie Berufe danach, was sich gut anhört, womit man bei anderen punkten kann. Daher ist es wichtig, Schritt für Schritt seine zukünftige Arbeitswelt zu erkunden.

Hierbei können Berufsorientierungsplattformen mit einem wissenschaftlich fundierten Interessentest unterstützen. Er zielt darauf ab, die eigenen Wünsche und Interessen kennenzulernen und sie mit beruflichen Möglichkeiten zusammenzubringen.

Ein genaues Bild von sich selbst bekommen

Wer bin ich? Was kann ich? Die meisten Schulabgänger finden auf diese Fragen nur schwer Antworten. Dies liegt häufig daran, dass sie es nicht gewohnt sind, eine Rückmeldung zu ihrer Person zu bekommen. Auch können sich die Antworten auf die großen Fragen widersprechen, müssen sie aber nicht – beispielsweise wenn sie gleichzeitig viel Geld verdienen möchten, sich aber inhaltlich für einen weniger gut bezahlten Beruf interessieren.

Viele Schüler haben das Gefühl, unter starkem Zeitdruck zu stehen. Ihnen wird permanent von verschiedenen Seiten eingetrichtert, dass sie in kürzester Zeit sehr viel erreichen müssen. Deshalb ist es extrem wichtig, auf sich selbst zu hören und weniger darauf, was die anderen machen oder was sich gut anhört. Berufsorientierungsplattformen begleiten Schüler im Idealfall über mehrere Jahre – vom ersten Gedanken an das spätere Berufsleben bis zur Wahl eines Ausbildungs- oder Studiengangs.