Dort ist ein Bewerbungsprozess über Applikation nämlich seit Langem möglich. Spannend ist er für Unternehmen deshalb, weil sie längst in der Holschuld sind – und selbst die Kandidaten umgarnen müssen statt andersherum. Gerade die Generationen Y und Z starren permanent auf den kleinen Bildschirm und suchen auch hier nach neuen Jobs. Dank innovativer Apps wird die Zukunft des Recruitings so mobiler.

Austausch in der App

Viele funktionieren nach dem Prinzip der Registrierung, das dem bisherigen Bewerbungsverfahren ähnelt: Der Bewerber lädt seine persönlichen Daten wie zum Beispiel Zeugnis und Lebenslauf hoch. Er gibt Kontaktdaten, Interessen, Praxiserfahrungen, eventuell Antworten im ausführlichen Fragebogen oder Berufsfeldpräferenzen ein.

Jobsuchende haben mit deutlich niedrigerer Hemmschwelle die Chance, sich beruflich zu verändern.

 

 

Bei einigen Anbietern lässt sich auch ein persönliches Video erstellen. Integriert sind als Filter oft Schieberegler für die Gehaltsvorstellung. Der Interessent erhält daraufhin Stellenvorschläge, auf die er sich bewirbt. Kommuniziert wird danach per Mail oder Messenger zwischen Unternehmen und Kandidaten.

Extrem kurzer Prozess

Erst etwas anonymer, dafür aber erheblich schneller ist ein anderes Prinzip, das eher dem ersten höflichen Austausch von Visitenkarten ähnelt: Der Interessent muss keine persönlichen Daten eingeben oder sich registrieren. Er gibt nur Ort, Gehalt und Ausbildung zu seinem Berufswunsch ein. Aufgrund dieser Daten erhält er Angebote und es folgt in der App ein Matching mit potenziellen Recruitern. Der Bewerber entscheidet sich dann selbst, ob er ein Interview zum Kennenlernen buchen möchte. In dem hat der Personaler wiederum immer die Möglichkeit wie im traditionellen Prozess, um detailliertere Infos wie Lebenslauf zu bitten.

Extrem verkürzter Prozess

Der Grund für diesen radikal anderen Weg: Prozesse im Bewerbermanagement laufen nach wie vor sehr lang und sind nicht immer zielführend. Unternehmen können so mit breiterer Auswahl potenzielle Kandidaten kontaktieren, von denen heute sehr viele latent wechselwillig sind. Und Jobsuchende haben mit deutlich niedrigerer Hemmschwelle die Chance, sich beruflich zu verändern, ohne dass es allzu aufwendig is.