Liebe Leserinnen und Leser, der Kampf um die Talente ist eine unserer größten gesellschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Herausforderungen. Hierbei geht es nicht um kurzfristige Entscheidungen, inwieweit freigewordene Stellen neu besetzt werden können. Nein, es geht um Wachstum, Sicherung des Unternehmens und letztendlich um Wohlstand. Dies setzt Weitsichtigkeit, Strategie sowie ein gutes Gespür für die Talentsuche oder die aktive Förderung talentierter Beschäftigte im eigenen Unternehmen voraus.

Von den Großen lernen 

Und was machen kleine und mittelständische Unternehmen, wenn große Unternehmen oder Konzerne mit ihren gut organisierten Personalabteilungen einen Großteil der jungen Talente bereits an der „Talentquelle“ – Hochschule, Ausbildungsstelle, soziale Netzwerke – identifizieren und für sich gewinnen?

Sie haben das große Nachsehen und müssen sich vielleicht doch verändern sowie externe Hilfe zum Beispiel durch Personalberater in Anspruch nehmen oder die eigene Weiterbildung im Unternehmen strategischer angehen. Ein Blick auf die Top Arbeitgeber in Deutschland zahlt sich häufig aus, um von deren Erfahrungen und Rekrutierungs-, Ausbildungs- und Talentfördermaßnahmen zu lernen.

„Die deutsche Wirtschaft lebt insbesondere von seinen gut ausgebildeten Wissensträgerinnen und -trägern.“

Der Kampf um Talente ist international

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern sich heutzutage häufiger denn je, so dass sich Unternehmen immer schneller anpassen und Problemlösungen finden müssen. Das internationale Rad dreht sich sehr schnell und es sind leistungsstarke Wirtschaftsnationen wie China, Indien, Malaysia, Indonesien und eine ganze Reihe an Staaten in Südamerika, die viele deutsche Staatsbürger noch nie besucht haben.

Das ist ein großer Fehler, denn den Wettbewerb muss man stets im Auge behalten und die dortige Wirtschaftsdynamik live spüren. Von daher ist die Talentsuche nicht nur regional, sondern weltweit in Fahrt gekommen und das grenzüberschreitende Buhlen um die wirklich guten Talente hat eine neue Dimension erreicht.

Weitsicht ist gefragt

Unser Verband setzt sich für eine personalstrategische Neuausrichtung der mittelständischen Unternehmen ein und empfiehlt, dem Fachkräftemangel unter anderem mit einer größtmöglichen sozialen Vielfalt im Unternehmen entgegenzuwirken – Stichwort: Diversity Management – und konstruktiv für sich zu nutzen.

Denn nur so lassen sich Talente und Potentiale nutzen, die sich aus den unterschiedlichsten Erfahrungen der Beschäftigten ergeben. Frauen in Führungspositionen haben häufig schon ganze Unternehmen positiv verändert, insbesondere in den so genannten MINT-Berufen.

Strategisch handeln

Die deutsche Wirtschaft lebt insbesondere von seinen gut ausgebildeten Wissensträgerinnen und -trägern, ohne die wir unsere Hochtechnologienation und unsere Reputation als Wirtschaftsnation mit dem Qualitätssigel „Made in Germany“ nicht verteidigen oder ausbauen können. Unsere Gesellschaft altert in einer Geschwindigkeit, die beängstigend ist und wir schauen mitunter gelassen zu.

Es muss ein Ruck auch durch die kleinen und mittelständischen Unternehmen gehen, um auch in der Zukunft herausragende Leistungen erbringen zu können, mit denen wir den Wirtschaftsstandort Deutschland als Top Standort verteidigen werden.