„Fachkräftemangel“, der Begriff, der wie ein Damoklesschwert über dem deutschen Arbeitsmarkt schwebt, ohne dabei viel über die reale Situation auszusagen. Doch egal wie man den Begriff für sich definiert, grundlegend spiegelt er vor allem die Tatsache wider, dass viele Unternehmen auf der Suche nach gut ausgebildetem Personal sind. Personaldienstleister haben jahrelang gegen einen Mangel an Fachpersonal angekämpft, indem sie ihre Mitarbeiter möglichst spezifisch und intensiv ausgebildet haben.

Doch der Mangel hat die Zeitarbeitsbranche längst erreicht. Um dem entgegenzuwirken, haben viele Personaldienstleister neue Wege gesucht und gefunden. Zahlreiche Zeitarbeitsfirmen expandieren und eröffnen Niederlassungen in Spanien oder Osteuropa. Die Hoffnung ist, Hilfskräfte zu finden, anzulernen und auszubilden, damit sie in Deutschland eingesetzt werden können.

Nichtsdestotrotz ist den Firmen klar, dass sie durch Rekrutierungen im Ausland nicht das gesamte Problem lösen können. Deutsche Arbeitgeber müssen die ausländischen Hilfskräfte massiv unterstützen. Fehlende Sprachkenntnisse, Kultur-unterschiede und die fachlich spezifischen Kompetenzen sind Hürden und Probleme, die gelöst werden müssen. Sowohl für nationale als auch internationale hoch motivierte Arbeitskräfte haben Qualifizierungen und Weiterbildungen in der mittelständischen Zeitarbeit eine große Bedeutung.

Die passgenaue Qualifizierung von Mitarbeitern ist eine wichtige Aufgabe

Für die Qualifizierung ist die Fortbildung ein wichtiger Grundbaustein

 

Im gewerblichen Bereich sind Staplerführerscheine sowie Schweißpässe die Zertifikate, die am häufigsten erworben werden. Im digitalen Zeitalter wird der IT-Sektor immer facettenreicher und bedeutender. Im kaufmännischen Bereich besteht bei den Mitarbeitern der Zeitarbeit ein großes Interesse an IT-Kursen. Hier werden individuell ausgewählte E-Learning-Module angeboten. Gleichzeitig nehmen viele Mitarbeiter der Zeitarbeit auch an firmeninternen Schulungen gemeinsam mit den Stammmitarbeitern in Kundenunternehmen teil und vertiefen so ihre Kompetenzen.

Je differenzierter und vielfältiger die Aus-, Weiter- und Fachausbildungsmöglichkeiten der Zeitarbeitsunternehmen werden, umso interessanter wird der Sektor für mögliche Hilfskräfte und Arbeitslose. Dabei können vor allem ungelernte Hilfskräfte in der Zeitarbeit eine echte Alternative finden. „Zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer kommen aus der Beschäftigungslosigkeit und haben in der Zeitarbeit eine echte Chance auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt“, verdeutlicht der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbands Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. Werner Stolz. Das gelte in erster Linie auch für ungelernte Hilfskräfte, die sonst kaum Chancen am Arbeitsmarkt hätten, und für Quereinsteiger, um ihre Qualifikationen in gewünschten Bereichen zu verbessern.

Die Qualifizierung der Mitarbeiter ist generell eine Aufgabe, mit der sich die Zeitarbeitsbranche auseinandersetzt. Daher bieten Verbände neben dem klassischen Seminarprogramm auch eine Reihe von Webinaren an, um die Qualifizierung von Mitarbeitern auf professionellem Niveau zu fördern.