Wenn young professionals und alteingesessene Profis im Unternehmen zusammenkommen, stoßen oftmals vollkommen unterschiedliche Perspektiven und Lebensrealitäten aufeinander. Oftmals schweben hier auch unbegründete Ängste im Raum: während die „alten Hasen“ Sorge haben, dass die jungen Kollegen Ihnen beruflich das Wasser abgraben könnten, fühlen sich die jüngeren Mitarbeiter aufgrund der fehlenden Erfahrung oftmals nicht ernst genommen und befürchten, Steine in den Weg gelegt zu bekommen.

Dabei bietet die Zusammenarbeit zwischen Fachkräften verschiedener Generationen ein unglaubliches Potenzial: für die Mitarbeiter selbst, aber vor allem für das Unternehmen, in dem sie beschäftigt sind.

Mentoring

So können erfahrene Fachkräfte ihren jungen Kollegen als Mentoren zur Seite stehen, sie in die Arbeitsrealität mitnehmen und ihnen wertvolle Tipps für den Arbeitsalltag geben. Die young professionals haben so die einmalige Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu bekommen, die ihnen den Einstieg in den Job enorm erleichtern. Die Hemmschwelle, nach Hilfe zu fragen, wird beseitigt, da man sofort weiß, an wen man sich vertrauensvoll wenden kann, wenn es an irgendeiner Stelle haken sollte. Das schafft Vertrauen und motiviert zur Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten.

Die älteren Mitarbeiter wiederum werden entsprechend ihren Erfahrungen und Fähigkeiten wertgeschätzt und haben die Möglichkeit, selbst an der Ausbildung der nachfolgenden Fachkräfte-Generation mitzuwirken.

Frischer Wind durch junge Köpfe

Aber auch die alteingesessenen Mitarbeiter können enorm von der Zusammenarbeit mit ihren jungen Kollegen profitieren: gerade, wenn es um das Thema Digitalisierung geht, sind die Digital Natives erfahrungsgemäß sehr gut aufgestellt, was der älteren Generation natürlich enorm helfen kann, um sich im digitalen Dschungel zurecht zu finden. Denn oftmals fällt es älteren Mitarbeitern nicht leicht, sich mit den neuen technischen Möglichkeiten vertraut zu machen, neue Begrifflichkeiten zu erlernen und die etablierten Arbeitsprozesse an die Digitalisierung der Arbeitswelt anzupassen. Die jungen Kollegen können hier helfen, Ängste seitens der älteren Kollegen abzubauen und die Vorteile der digitalen Möglichkeiten für den Arbeitsalltag in den Mittelpunkt zu stellen.

Außerdem bringen sie oft eine neue, frische Perspektive und eine hohe Arbeitsmotivation mit, was sich auf die Dynamik im Team sehr positiv auswirken kann. So schieben junge Mitarbeiter gern mit viel Leidenschaft Innovationen im Unternehmen an, die dann durch die lange Erfahrung und Expertise der etablierten Kollegen zielgerichtet umgesetzt werden können.

Gegenseitiger Respekt ist oberste Priorität

Gerade im Zusammenspiel von Mitarbeitern verschiedener Generationen im Unternehmen ist aber die oberste Priorität ein respektvoller Umgang miteinander, um hier nicht übers Ziel hinauszuschießen und die Gefahr einer Bevormundung der älteren Kollegen durch die Jüngeren zu minimieren.

Hier kommen die Führungskräfte ins Spiel, die im Management der verschiedenen Generationen innerhalb eines Teams die unterschiedlichen Bedürfnisse beider Seiten verstehen müssen, um ein erfolgreiches Miteinander zu ermöglichen und so den maximalen Benefit für das Unternehmen zu erzielen.

Wenn also ein wertschätzender und respektvoller Umgang auf beiden Seiten gegeben ist, entsteht eine klassische Win-Win-Situation für beide Seiten, von der das Unternehmen am Ende langfristig profitiert: denn wenn seitens des Arbeitgebers ein aktiver Austausch zwischen den Generationen gefördert wird, bleiben erfahrene Mitarbeiter dem Unternehmen lange erhalten und die junge Generation wird im Arbeitsprozess aus- und weitergebildet, was am Ende zu einer positiven Entwicklung im Bereich der langfristigen Mitarbeiterbindung führt.