In einer perfekten Welt fände jede wichtige Präsentation vor großem Publikum in einem voll auf diese Bedürfnisse ausgerichteten Hotel statt. Computer würden sich immer direkt mit Projektoren verbinden und jemand, der wirklich rhetorische Fähigkeiten besitzt, würde sprechen. Leider ist die Welt jedoch nicht perfekt und so manche Präsentation trocken und sehr langweilig. Doch was sind überhaupt die ärgsten Fallstricke und wie kann man sie vermeiden?

1. Verbindungsprobleme

Wer in Sachen Präsentation noch frühere Jahrzehnte erlebt hat, weiß, dass sich heute schon vieles stark verbessert hat, was Konnektivität von Eingabe- und Ausgabegerät anbelangt. Aber längst nicht mit der Sicherheit, die man sich wünschen würde, lassen sich Laptop, Beamer und Co. miteinander verbinden. Und das ist nicht nur störend, sondern lässt oftmals an der Bediener-Kompetenz zweifeln und mit Pech an seiner gesamten Präsentation.

Das muss mit allen Mitteln vermieden werden. Das wichtigste: Testläufe. Zumindest direkt vor der Präsentation muss genug Luft verbleiben, um einen schnellen Gesamtdurchlauf des Systems durchzuführen – und ALLE Folien durchzuprobieren. Ein wichtiges Argument auch für Überpünktlichkeit. Noch besser ist es jedoch, solche, nicht selten kabelbasierten Probleme, gänzlich zu eliminieren. Das wiederum geht durch das kabellose Präsentationssystem Klick & Show von Kindermann. Einfach ausgedrückt: Wo normalerweise gilt „ein Kabel, ein Gerät“, wird hier ein Mini-WLAN erzeugt, welches den Beamer nicht nur wie gehabt mit dem Computer verbindet, sondern darüber hinaus auch noch die Einbindung weiterer Geräte erlaubt – und vor allem per USB, wo viele Projektoren auf HDMI-Anschlüsse setzen, womit gerade dünne Business-Notebooks nicht zwingend ausgestattet sind.

2. Hohes Sprechtempo

Es ist ein allzu menschlicher Fauxpas: Wenn der Geist nervös wird, möchte er so schnell wie möglich aus dieser Situation hinaus. Bei Präsentationen führt das dann häufig dazu, dass der Sprecher sein Sprachtempo unbewusst steigert. Das wiederum sorgt dafür, dass auf die Zuhörer eine wahre Flut von Informationen einprasselt – mit etwas Pech auch noch in einem tempobedingt schlechter verständlichen Deutsch.

Auch das muss vermieden werden. Wenn man es schon nicht schafft, sein eigenes Lampenfieber zu unterdrücken, muss wenigstens sichergestellt sein, dass es sich nicht auf das gesprochene Wort auswirkt. Einerseits muss man dafür frei sprechen – niemals nur die Präsentation einfach ablesen. Und andererseits sollte man im Kopf einen Rhythmus „mitlaufen lassen“. Nach jedem Satz sollte eine kurze Gedenksekunde eingelegt werden, nach einem sinngemäß verbundenen Absatz auch mehrere. Dazu hilft es auch, zuhause einfache Geschichten, etwa Märchen, vor dem Spiegel vorzutragen, und nicht nur mit der eigentlichen Präsentation sämtliche Rhetorik-Übungen zu beginnen. Das schult das richtige Erzähltempo und ist danach themenübergreifend anwendbar.

3. Volle Folien

Eine gute Präsentation ist eine Mischung aus einer akustischen Komponente, also dem, was der Präsentierende zu sagen hat, und einer optischen Komponente, den Folien. Und auf diesen bietet sich das im Endeffekt gleiche Fehlerpotenzial wie im vorherigen Kapitel.

Eine zu volle Folie, womöglich noch viel zu schnell weitergeklickt, ist der Garant dafür, dass die Informationen nicht zur Gänze ankommen. Normalerweise empfiehlt man die sogenannte 10-20-30-Regel – zehn Folien für 20 Minuten Präsentationszeit in Schriftgröße 30. Sicherlich ein guter Anhaltspunkt aber nichts, was man allzu sklavisch befolgen sollte.

Wenn die eigene Präsentation mehr handfeste Infos zu liefern hat, darf sie ruhig auch umfangreicher ausfallen. Das ist besser, als bei der 10-Folien-Regel zu bleiben und diese zehn Stücke dann zu überfrachten. Aber: die einzelne Folie sollte so wenig Wörter wie möglich enthalten und dafür mehr grafische Informationen. Das wiederum macht es für die Zuschauer leichter, gleichzeitig den Worten zu folgen wie die Folien zu interpretieren. Doch muss jede Folie einen Sinn haben. Niemals darf sie zu „Füllmaterial“ werden.

4. Lange Einleitungen

Wer eine Präsentation hält, tut das häufig vor Entscheidungsträgern. Wichtigen Persönlichkeiten also. Das verleitet dazu, in seiner Einleitung lange Dankessätze einzubauen, welche bereits jenen ersten Schwung an Interesse im Publikum gänzlich zerstören. Mit der Folge, die Aufmerksamkeit ist, wenn man die Präsentation wirklich beginnt, schon ein gutes Stück gesunken.

Das bedeutet, für Erfolg sollte es maximal ein „Vielen Dank für Ihr Erscheinen“ sein, gefolgt von einem kurzen „Heute befassen wir uns mit XYZ“. Keinesfalls sollte man Sätze einflechten wie „Ich möchte ihnen hier und heute eine Präsentation zum Thema XY zeigen“. Die Zuschauer wissen, dass sie auf einer Präsentation sind. Ebenso wenig müssen hochgestellte Zuschauer persönlich begrüßt werden. Wenn, sollte man ihnen am Schluss danken.

Viel besser ist es, diese Anfangszeit zu nutzen, um dem Publikum eine Vorstellung davon zu geben, was sie erwartet. Sprich, eine kurze thematische Gliederung sollte einem akustischen Programmheft gleich oder mit Unterstützung durch eine eigene Folie kurz erläutert werden, sonst weiß niemand, wie er seine Aufmerksamkeitsspanne aufteilen muss. Und ganz wichtig: Niemals sollte das Handout einfach nur aus den per Strg+P ausgedruckten PowerPoint-Folien bestehen. Die Informationen und deren Reihenfolge sollten zwar gleich sein. Ansonsten sollte man sich jedoch die Mühe machen, es in Form eines eigenen Word-Dokuments zu erstellen.

5. Mangelhafte Körpersprache

Auch an diesem Punkt ist Nervosität häufig die Wurzel. Der Redner verliert den Blickkontakt zum Publikum. Dadurch beginnt er, unkontrollierte Bewegungen zu machen – das Reiben über die Armbanduhr oder das Spielen mit Ringen oder unkontrolliertes Kratzen sind häufige Folgen. Und immer ist die Botschaft gleich: Hier spricht jemand, der nicht vorbereitet und nicht kompetent ist.

Abermals muss das mit allen Mitteln verhindert werden. Die wichtigste Grundlage ist es schon, abgesehen von kurzen Blicken auf die Folien zur Kontrolle, den Blick immer von links nach rechts, von vorn nach hinten über das Publikum schweifen zu lassen. Das verhindert bereits, dass das Gehirn anfängt, in seinen Bewegungen abzuschweifen. Normalerweise sollte man seine Präsentation zwar durch Arm- und Handbewegungen unterstützen (etwa Aufzählungen mit den Fingern). Doch wem das nicht liegt, sollte, falls es kein Rednerpult gibt, auf dem man die Hände „parken“ kann, die sogenannte „Merkel-Raute“ mit den Fingerspitzen machen und gelegentlich unterstützende Hand-/Armbewegungen machen – die Hände in den Taschen oder vor der Brust verschränkt sind tabu. Letzteres, weil es Ablehnung signalisiert.