Ökologische Reinigungsmittel werden eingesetzt, der Maschinenpark wird smarter, die Intervalle der Reinigung sind bedarfsgerechter. Jetzt kommt ein einzigartiges Zertifikat hinzu. 

Nachhaltigkeit im Facility Management findet sich bereits heute unter Labels wie „Green Cleaning“ oder „Clean & Green“.

Der Berliner Dienstleister Gegenbauer setzt in der Unterhaltsreinigung für die Deutsche Kreditbank (DKB) nicht nur chemiefreies, sondern speziell aufbereitetes entmineralisiertes Wasser ein. Der Effekt: Leichteres Ablösen von Schmutz, die Flächen trocknen streifen- und wasserfleckenfrei, die Wiederverschmutzung fällt wesentlich geringer aus. Wasserverbrauch und Maschineneinsatz werden reduziert.

Auf einen ökonomischeren und schonenderen Maschineneinsatz setzt Dr. Sasse beim Kunden Siemens in Österreich. Dort kommen gezielt signifikant leistungsstärkere Teppichkehrautomaten auf großen und leicht handhabbare Scheuersauger auf kleinen Flächen sowie in stark verschmutzten Bereichen zum Einsatz – mit dem Ergebnis: weniger Wasserverbrauch und Chemikalieneinsatz. 

Klimafreundliches Kantinenessen

Das Verlagshaus De Gruyter gehört zu den Veggie-Day-Vorreitern. In der Berliner Betriebskantine gibt es (auf Wunsch der Mitarbeiter und Gäste) donnerstags vegetarische Kost. Auch an den anderen Wochentagen wird auf nachhaltige und gesunde Verpflegung geachtet. Wisag Catering bietet dort ein „klimafreundliches Menü“ an.

Dabei kommen Kriterien wie diese zum Tragen: Regionalität (100% regionale Lieferanten), saisonale Produkte (Gemüse und Obst zu 80% aus der Saison), Bio (Geflügel und Eier), rotes Fleisch (kompletter Verzicht), Fisch (keine gefährdeten Fischarten). 

Neues Zertifikat für den Immobilienbetrieb

Der Branchenverband geht jetzt mit seinem Zertifizierungssystem GEFMA 160 („Nachhaltigkeit im Facility Management“) noch einen Schritt weiter. Das Zertifikat schließt eine Lücke und setzt europaweit einen neuen Standard. Bewertet werden nicht die Gebäude selbst, sondern deren „Innenleben“, die Serviceprozesse und der Immobilienbetrieb.

In wenigen Wochen, anlässlich der Frankfurter Fachmesse Facility Management, werden am 24. März die ersten Zertifikate vergeben. Die Betriebsabläufe in sechs Pilotobjekten – Verwaltungsgebäude bekannter Unternehmen – wurden streng geprüft. Denn wer sich mit dem Nachhaltigkeitszertifikat schmücken will, muss dafür auf vielen Feldern des grünen FM Punkte sammeln.