Die Nachhaltigkeit einer Immobilie ist für private wie geschäftliche Nutzer ein Top-Kriterium bei Neubauprojekten und Bestandsobjekten. Das zeigen einschlägige Studien und der Markt. Nachhaltigkeit in Form einer möglichst effizienten Nutzung von Gebäuden mit energetisch optimierten Verbräuchen ist zur gesamtgesellschaftlichen Herausforderung geworden.

Ob wir dieser Jahrhundertaufgabe gerecht werden, hängt nicht von Zertifikaten ab, sondern davon, ob wir in der täglichen Praxis mit innovativen und praktikablen Lösungen Nachhaltigkeit umsetzen. Eine Schlüsselrolle fällt dabei dem Facility Management (FM) zu, denn hier laufen viele Fäden zusammen.  

Für unsere Branche gilt es dabei, Verantwortung zu übernehmen und die sich bietenden Wachstumschancen zu nutzen. Das FM-Marktvolumen für Energie- und Ressourceneffizienz in Deutschland soll sich einer Studie von Roland Berger zufolge bis 2020 von aktuell rund drei auf sechs Milliarden Euro verdoppeln. Hier entsteht für unsere Branche ein neuer, zukunftsweisender Markt.

Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Unsere Unternehmen bieten innovative Leistungsbilder und hochwertige technische Lösungen. Sie verfügen zugleich über erhebliches Potenzial, ihr Portfolio im Bereich Nachhaltigkeit auszubauen, zum Beispiel haben sie eigene Tools zum Monitoring und Controlling von Energieverbräuchen.

Durch Online-Verbrauchsübersichten werden Kunden zusätzlich für nachhaltige Bewirtschaftung sensibilisiert. Ferner tragen sie durch vielseitige Contracting-Lösungen zur nachhaltigen Optimierung der technischen Anlagen bei.

Des Weiteren ergeben sich aus dem frühzeitigen Einsatz von FM-Experten schon in der Planungsphase von Immobilien wesentliche Vorteile: Facility Manager können mit ihren Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb einer Immobilie bereits während der Projektentwicklung entscheidend dazu beitragen, kos-tentreibende Entscheidungen zu vermeiden.

Auslandsmärkte einbeziehen

Neben dem Thema Nachhaltigkeit spielen auch die Auslandsmärkte eine immer wichtigere Rolle für die FM-Branche. Schon jetzt ist das Facility Management eine Schlüsselbranche in Deutschland. Sie rangiert mit einem Anteil von fünf Prozent am Bruttoinlandsprodukt und vier Millionen Beschäftigten noch vor Maschinenbau und Automobilindustrie.

Wenn dazu die großen FM-Dienstleister ihren international operierenden Bestandskunden auch an deren ausländische Produktionsstandorte folgen und FM-Dienstleistung „Made in Germany“ zu einem nachgefragten Qualitätsmerkmal wird, kann diese Brache weiter mit hohen Wachstumszahlen glänzen.

Mit Qualität überzeugen

Das starke Wachstum der Branche in den letzten Jahren war geprägt durch ständige Optimierung von Geschäftsprozessen und Qualitätsverbesserungen. Wissenschaft und Praxis sowie der Branchenverband GEFMA gingen „Hand in Hand“. So wurden vielfältige Instrumente, Richtlinien und Zertifizierungsverfahren entwickelt, die helfen, Kosten zu senken und die Qualität zu verbessern – von Organisationsthemen bis Betreiberverantwortung oder die Angebote zur Aus- und Weiterbildung.

Insgesamt bietet sich ein erfreuliches Bild: Die Nachfrage nach professionellem Facility Management steigt weiter, die Anbieter überzeugen ihre Kunden durch hohe Innovationskraft und kostenoptimierte Konzepte. Dazu bietet die Branche gut ausgebildeten Menschen hervorragende Perspektiven.