Dies gilt auch für „weiche Investitionen“ wie Software, Marken und Patente. Jährlich realisiert die Leasingwirtschaft für ihre Kunden Investitionen in Höhe von über 60 Milliarden Euro. Im Mittelstand ist Leasing fest verwurzelt. Drei von vier mittelständischen Unternehmen ziehen Leasing regelmäßig in Betracht, wenn sie Investitionen planen. Zudem dominiert Leasing als Finanzierungsform im Mittelstand: Für 40 Prozent ist Leasing erste Wahl bei Investitionsplänen, der Investitionskredit folgt mit deutlichem Abstand. Kein Wunder, dass inzwischen über die Hälfte der außenfinanzierten Investitionen über Leasing verwirklicht werden.

Neben den bekannten Leasingvorteilen – Planbarkeit und Transparenz der Investitionskosten, Flexibilität, Modernität der Betriebsausstattung – schätzen Kunden auch die ergänzenden Serviceangebote. Denn während sich die Leasinggesellschaft um den Service kümmert, kann sich der Kunde auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Beispiel Fahrzeug: Hier übernehmen Leasinggesellschaften den Verwaltungsaufwand für den Fuhrpark, den Kontakt zu Versicherungen, die Reparatur von Fahrzeugen oder die Beschaffung von Ersatzfahrzeugen im Schadensfall. Und was beim Fahrzeugleasing oder beim IT-Leasing schon gang und gäbe ist, wird auch in anderen Bereichen intensiver nachgefragt. Zum Beispiel beim Maschinenleasing werden verstärkt Servicemodule, insbesondere Versicherungsleistungen und Wartungsarbeiten, dazugebucht. So erhält Leasing einen Mehrwert für den Nutzer.

Quelle: ifo Institut, BDL

Sale-and-lease-back ist eine Facette des Leasinggeschäfts. Unternehmen nutzen es als ergänzende Finanzierungsalternative für bestimmte Anlässe. Der Anteil von Sale-and-lease-back beim Leasingneugeschäft beträgt seit Jahren um die fünf Prozent.

Sale-and-lease-back wird genutzt, um stille Reserven zu aktivieren, zum Beispiel gebundenes Eigenkapital in Immobilien oder Maschinen. Durch Sale-and-lease-back erzielt der Leasingkunde einen Liquiditätszufluss, der für weitere Investitionen genutzt werden kann, verbessert die Bilanzkennzahlen und optimiert die Bilanzstruktur.

Darüber hinaus wird Sale-and-lease-back aus abwicklungstechnischen Erfordernissen zur Vereinfachung des Leasingprozesses bei komplexen Objekten eingesetzt: Wenn zum Beispiel beim Nutzfahrzeugleasing für Aufbauten auf ein Fahrgestell mit Führerhaus von unterschiedlichen Lieferanten zwei Leasingverträge abgeschlossen werden müssten, wird stattdessen Sale-and-lease-back genutzt. Der Kunde erwirbt das komplette Nutzfahrzeug, die Leasinggesellschaft kauft es und der Leasingkunde least es sofort zurück.

Im Prinzip unterscheidet sich Sale-and-lease-back nicht vom klassischen Leasing, daher kommt es für alle Unternehmensgrößen in Betracht. Sale-and-lease-back eignet sich für universal einsetzbare, werthaltige Maschinenparks und somit für produzierende oder verarbeitende – mittelständische – Unternehmen. Aber das objektbasierte Finanzierungsinstrument ist auch für Fahrzeuge, IT-Equipment oder Immobilien gut geeignet.