Stahlschrott besitzt einzigartige Recyclingeigenschaften und ist aufgrund der Ressourcenschonung ein Eckpfeiler der Kreislaufwirtschaft. Aufgrund der Tatsache, dass Stahlschrott beliebig oft und ohne Qualitätsverlust recycelt werden kann, verbessert  das Stahlrecycling die Ökobilanz von Stahl und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

Durch das „Multirecycling“ verringert sich der ökologische Fußabdruck bei jedem neuen Einschmelzen des Sekundärrohstoffes, ohne dass der Qualitätsanspruch an den Werkstoff verringert werden müsste. Für jede Tonne Stahlschrott, die anstelle von Primärrohstoffen bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird, brauchen eineinhalb Tonnen Erz nicht abgebaut und 680 Kilogramm Kohle nicht gefördert und über weite Strecken transportiert zu werden.

Dies bedeutet allein für das Stahlrecycling in Deutschland eine Verminderung von mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr.

Aufgrund der Tatsache, dass Stahl beliebig oft recycelt werden kann, ist das Stahlrecycling ein enorm wichtiger Faktor für die Ökobilanz der Bundesrepublik Deutschland.

In der Praxis bedeutet das zum Beispiel für des Deutschen „liebstes Kind“: Ein heute produzierter PKW besteht im Schnitt zur Hälfte aus Stahl. Selbst wenn auch hiervon wiederum nur die Hälfte aus recyceltem Stahl – der höchsten Qualitätsansprüchen genügt – gefertigt wird, ist ein großer Erfolg für den Sekundärrohstoff Stahl und damit für die Umwelt gewonnen.

Stahlschrottrecycling ist damit angewandter Umweltschutz und ist Ausdruck des marktwirtschaftlichen Prinzips, mit knappen Ressourcen effizient umzugehen. In deutschen Stahlwerken werden jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Stahlschrott eingesetzt.

Heute sind weltweit noch rund 75 Prozent des Stahls, der jemals produziert wurde, in Gebrauch. Von der Golden Gate Bridge über Industrieanlagen und Eisenbahnschienen bis zum Fahrrad oder der Waschmaschine. Ein Engpass bei der Versorgung mit dem Sekundärrohstoff Stahlschrott ist also nicht zu befürchten.

Die Einsatzmöglichkeiten von Stahl werden nicht weniger, sondern eher mehr – z.B. in großen Infrastruktureinrichtungen, die Deutschland für die Energiewende benötigt. Die weltweite Nachfrage nach Stahlschrott wird laut einer Expertengruppe innerhalb des Weltstahlverbandes zwischen 2014 und 2019 – vor allem in den Regionen China, Türkei und ASEAN (Verband südostasiatischer Nationen) sowie der NAFTA (Kanada, Mexiko und die USA)  –um rund 110 Millionen Tonnen ansteigen.

Die deutschen Stahlrecyclingunternehmen, davon 550 Betriebe unter dem Dach des größten Stahlrecyclingverbandes in Europa, der BDSV Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V., setzen sich angesichts des Klimagipfels in Paris dafür ein, dass die Nutzung von Sekundärrohstoffen von der Politik stärker als Klimaschutzmaßnahme gewürdigt wird.