Oft scheitern jedoch die besten Ideen an der finanziellen Umsetzung. Die Beantragung von Zuschüssen vom Staat kann hier helfen. Denn diese müssen nicht zurückgezahlt werden und sind zusätzliches Kapital. Doch so schön, wie sich das anhört, so unübersichtlich sind auch die vielen Angebote am Markt.

Je nach Programm können für Einzelprojekte Zuschüsse bis zu 45 Prozent von maximal 380.000 Euro zuwendungsfähigen Kosten, also maximal 171.000 Euro, beantragt werden

Der Staat nutzt Fördermittel als Steuerungsinstrument, zum Beispiel nach den Kriterien sozial, wirtschaftlich, umweltverträglich, gesellschaftlich oder als Vorreiter. Mit diesem Verständnis lässt sich ermitteln, welche Projekte als förderwürdig eingestuft werden.

Ziele können sein: Wirtschaftswachstum, Unterstützung schwacher Regionen, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, Motivation zum Innovieren, Schonung von Ressourcen und Umwelt und – jetzt brandaktuell – Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung. Insofern können Zuschüsse für Investitionskosten (beispielsweise in Software und Hardware, Gebäude, Maschinen ...), Entwicklungskosten, Personalkosten, Fortbildungskosten, Beratungskosten oder die Anmeldung von Patenten und so weiter beantragt werden.

Je nach Programm, zum Beispiel ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand), können für Einzelprojekte Zuschüsse bis zu 45 Prozent von maximal 380.000 Euro zuwendungsfähigen Kosten, also maximal 171.000 Euro, beantragt werden.

Aufgrund der über tausend öffentlichen Förderprogramme in Deutschland und der EU ist es für Interessierte nahezu unmöglich, das passende Angebot zu finden. Eine weitere Hürde für KMU sind die aufwendigen Anträge und die Bürokratie und somit die Befürchtung, dass der ganze Aufwand am Ende umsonst war.

Unterstützung können hier ausgebildete Berater für KMU-Fördermittel bieten, die für viele Förderprogramme zur Beantragung von Beratungskostenzuschüssen wie zum Beispiel der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) zur Förderung unternehmerischen Know-hows autorisiert sind.

Je nach Region und Beratungsart erhalten kleine und mittlere Unternehmen einen Zuschuss zwischen 50 und 90 Prozent auf förderfähige Beratungshonorare von 2.000 bis 4.000 Euro. Wichtig ist, dass der Antrag auf Fördermittel vor dem Beginn der Maßnahme gestellt wird.