Denn in den letzten Jahren ist das Land vor allem als aufstrebende Wirtschaftsmacht mit kompetenten Informatikspezialisten und cleveren Geschäftsleuten in unser Bewusstsein gerückt. Aus diesem Grund gibt es auch für Geschäftsreisende immer mehr gute Vehandlungsgründe, um nach Indien zu fliegen. In den großen Metropolen wie Mumbai, Delhi und Kalkutta sind die Inder sehr fortschrittlich. Auf dem Land hingegen hat sich seit Jahrhunderten bezüglich Traditionen und Lebensweise kaum etwas geändert. Das Kastensystem ist nach wie vor lebendig und Hierarchien sind für den Inder von großer Bedeutung. Und so ist Indien vor allem ein Land mit einer eigenwilligen aber spannenden Kultur, die es auf respektvolle Art und Weise zu entdecken gilt – auch auf Geschäftsreisen.

Kleiner Business Knigge für Indien:

Wer mit indischen Geschäftspartnern verabredet ist, sollte viel Zeit haben, denn ein Meeting in Indien kann schon mal bis zu acht Stunden dauern. Außerdem hat die indische Kultur eine für Europäer kuriose Besonderheit in petto: Schüttelt Ihr Geschäftspartner den Kopf, signalisiert er Ihnen Zustimmung. Lassen Sie sich also nicht verwirren! 12 Tipps.

Es ist ratsam auf übertriebene Gesten zu verzichten, da diese in Europa oft mit labidaren Floskeln verbunden sind, während in Indien stärker über Gesten kommuniziert wird und oft  die Geste allein zur Verständigung ausreicht. Da Europäer die gängigen Gesten der Inder jedoch nicht kennen, lieber eine Geste weniger als eine zu viel.  

Zeigen Sie mit dem Finger nie auf andere, denn dies degradiert Ihr Gegenüber zum Untergebenen.

Niemals den Kopf eines Inders berühren – auch nicht bei Kindern. Da der Kopf das höchste Körperteil ist, gilt er bei den Indern als heilig.

Füße sind das tiefste Körperteil und gelten daher bei Indern als unrein. Sollten Sie unabsichtlich die Füße oder Schuhe eines Inders berühren, ist eine sofortige Entschuldigung notwendig.

Benutzen Sie immer die rechte Hand, um einem Inder Dinge zu reichen, da die linke Hand der Körperpflege dient und daher als unrein gilt.

Höflichkeitsformen wie Bitte und Danke sind in Indien eher unüblich.

Die Inder legen Wert auf leise Töne. Lautes Schreien ooder Ähnliches schreckt eher ab.

Machen Sie einer indischen Frau keine Komplimente. Dieses Privileg ist Ehemännern und nahen Verwandten vorbehalten.

Halten Sie von Mitgliedern des anderen Geschlechts mindestens eine Armlänge Abstand. Selbst für verheiratete Paare gelten öffentliche Zuneigungsbekundungen als unschicklich.

Wenn Sie zwei indische Männer sehen, die Händchenhaltend oder Arm in Arm unterwegs sind, ist das kein Zeichen für Homosexualität, sondern ein Zeichen von Zuneigung und Freundschaft.

Kühe dürfen in Indien machen, was sie wollen, da sie die Verkörperung der Wiedergeburt darstellen.

Sollten Sie einen Inder zuhause besuchen, müssen Sie vor Betreten eines Hauses fragen, ob die Schuhe auszuziehen sind. Beim Besuch von Moscheen oder Tempeln sind Schuhe in jedem Fall auszuziehen.