Möglichkeiten dafür gibt es viele:

Das Internet, hochaufgelöste Satellitenbilder, die jeder per Google Earth betrachten kann, Navigationsgeräte, die uns orten und in Echtzeit GPS-generierte Daten aufs Smartphone oder Tablet liefern. Das ist modern und unserer schnelllebigen Gesellschaft angepasst. Doch nehmen Sie sich doch einfach mal ein paar Minuten Zeit und informieren Sie sich über Ihre nächste Geschäftsreise mit einem Atlas. Ja, Sie haben richtig gelesen, mit einem Atlas.  Der neue Bildband „A Map Of The World“ bietet die perfekte Möglichkeit dazu und gleichzeitig versetzt er Sie in Ihre Kindheit  zurück, als Sie noch mit dem Finger auf der Weltkarte spazieren gegangen sind und Ihrer Fantasie freien Lauf ließen. Erinnern Sie sich?

Überraschend detailreiche Darstellungen

Der Bildband „A Map of the World“ ist ein illustrativer Atlas von akkuraten und überraschend detailreichen Darstellungen sowie persönlichen, teilweise naiven und modernen Pop-Art-Kartografien der Künstler, die Bilder in den Kopf malen, Erinnerungen wecken oder einfach nur Lust auf die nächste Geschäftsreise machen. Karten helfen, die Welt zu begreifen, und liegen voll im Zeitgeist. Der Bildband ist das Buch der besten, originellsten und gesuchtesten Kartenzeichner. Und in Zeiten von Smartphone, Navigationssystemen und Google Maps bekommen diese persönlichen Interpretationen der uns umgebenden Wirklichkeit irgendwie auch eine höhere Bedeutung.

Tokio und die Berliner Mauer

Auf 224 Seiten zeigen Projekte aus aller Welt die Bandbreite von klassischen  Karten und Atlanten über kartografische Experimente bis hin zu redaktionellen Illustrationen von Stadtansichten und Weltbildern. Mit „A map of the World“ kann man Städte, Regionen und Länder mit anderen Augen neu entdecken. Wie die Wahrzeichen der Bayerischen Landeshauptstadt München. Beinahe in kindlichen Bildern dargestellt erfährt man, wo es das beste Bier, die interessantesten Sehenswürdigkeiten und das leckerste Eis gibt.

Auf einer bunt gezeichneten Weltkarte, wird man mit einem Augenzwinkern über die jeweiligen Länder aufgeklärt. So steht unter anderem in Russland „Frauen mit Milliardären“, in Schweden „Ikea“, in der Schweiz „unsere Steuern“, in Australien „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“, in Neuseeland „Hobbits“, in Chile „Margot Honecker“ oder in Grönland „schmilzt“. Toronto wird in einer Karte aus Sicht der Fahrradfahrer näher beschrieben und der irre Trubel Tokios  ist auf einem 40 mal drei Meter großen Wandbild festgehalten.

In dem Werk sieht man Autos und Schiffe durchs Bild fahren, auch historische Figuren kommen ins Spiel, Vergangenheit und Gegenwart mischen sich – hier lebt die japanische Tradition wieder auf. Das gilt auch für die detaillierte Karte der Berliner Mauer. Jeder Wachturm, jeder Grenzübergang, jede Panzersperre ist darauf zu entdecken und eine umfangreiche Legende erklärt die Mauer von der provisorischen Absperrung bis zum unüberwindbaren Bauwerk der Macht.

Die Welt wie vor 2000 Jahren begreifen

Doch auch die abwechslungsreiche Mischung aus Naturzeichnungen und topografischen Karten ist absolut sehenswert. Der Künstler überschreitet hier die Grenzen vom Reisenden zum Forscher und nach alter Tradition erkundet er zunächst zu Fuß Landschaften und fertigt dann naturalistische Bleistiftzeichnungen von Felsformationen und Bergkulissen an. Auch dem Weltkartenzeichner aus dem Altertum würde das gefallen. Denn eine Karte zu zeichnen bedeutete schon für sie die Welt besser zu begreifen.

Seit Ewigkeiten nutzen Menschen die Werkzeuge der Kartografie, um ihr Umfeld im Kleinen und die Welt im Großen abzubilden und anderen so besser zu vermitteln. An der originellen Kartografie der neuen Generation von Designern, Illustratoren und Kartenzeichner würden die Weltkartenzeichner von damals sicher auch Gefallen finden. Denn wie vor über 2000 Jahren, helfen Karten auch heute, die Welt zu begreifen.