Schon heute können sie dank der passenden App weltweit mit dem Smartphone zum Beispiel im Hotel oder Flughafen einchecken.

Welche Position hat Deutschland als internationales Geschäftsreiseziel?

Deutschland ist Spitzenreiter unter den Geschäftsreisezielen von Europäern: Im Jahr 2014 führten insgesamt 12,4 Millionen Reisen europäischer Geschäftsleute nach Deutschland.

Dabei erwiesen sich insbesondere die 6,9 Millionen promotablen Geschäftsreisen zu Messen, Meetings, Incentives, Kongressen und Events mit einem Anteil von 56 Prozent und einem leichten Wachstum (plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr) als wichtiger und stabiler Faktor bei der Entwicklung der Geschäftsreisen aus Europa.

Dabei führen alleine 3,7 Millionen (30 Prozent) aller geschäftlichen Reisen zu Konferenzen und Kongressen – gegenüber 2013 verzeichnete dieses Segment im Vorjahr einen Zuwachs von fünf Prozent (Quelle: DZT/IPK International und World Travel Monitor, WTM).

Auch weltweit behauptet sich Deutschland auf einem der führenden Plätze: Als Tagungs- und Kongressziel nimmt Deutschland laut International Congress & Convention Association (ICCA) bereits seit zehn Jahren die Spitzenposition in Europa ein und rangiert weltweit hinter den USA auf Platz zwei.

Laut „Meeting- & EventBarometer Deutschland“ besuchten im Jahr 2013 nach einem konstanten Anstieg in den vergangenen Jahren insgesamt 371 Millionen Teilnehmer rund 3,01 Millionen Veranstaltungen in Deutschland.

Warum hat Deutschland weltweit so eine gute Position?

Für den Spitzenrang Deutschlands als Standort für Tagungen und Kongresse gibt es mehrere Gründe – zum Beispiel die hervorragende Infrastruktur und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein wichtiges Kriterium für Veranstaltungsplaner sind auch die Kompetenzen deutscher Städte und Regionen in bedeutenden Bereichen von Wirtschaft und Wissenschaft, die wertvolle Kontakte zu Fachleuten oder thematisch passende Rahmenprogramme ermöglichen.

82 Prozent der Veranstalter sind laut Meeting- & EventBarometer davon überzeugt, dass die Vernetzung von Veranstaltern mit der am Tagungsort ansässigen spezifischen Branchenkompetenz immer wichtiger wird.

Was unternimmt die deutsche Tagungs- und Kongressbranche, um fit für die Zukunft zu bleiben?

Um den Erfolg Deutschlands als Kongress- und Tagungsstandort langfristig zu sichern, hat das GCB gemeinsam mit Partnern die Studie „Tagung und Kongress der Zukunft“ veröffentlicht. Dabei wurden Megatrends identifiziert, die künftig besonders stark die Tagungs- und Kongressbranche beeinflussen werden: an erster Stelle die Technisierung der Arbeits- und Lebenswelten, gefolgt von den Megatrends Globalisierung und Internationalisierung, Mobilität, nachhaltige Entwicklung sowie demografischer Wandel.

Auf dieser Basis können alle Player der Branche sich mit konkreten Maßnahmen frühzeitig auf relevante Strömungen einstellen – im Ergebnis dient dies dazu, die erfolgreiche Position Deutschlands als Tagungs- und Kongressstandort zu sichern und weiter auszubauen. Laut Zukunftsstudie wird besonders der Megatrend der fortschreitenden Technisierung die Veranstaltungsbranche bis 2030 in verschiedensten Bereichen prägen und herausfordern.

Dieses Ergebnis entwickelt das GCB gemeinsam mit dem EVVC Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren e. V. und dem Fraunhofer IAO im Rahmen des Innovationsverbunds „Future Meeting Space“ weiter. Auch mehrere Forschungspartner beteiligen sich an dem Projekt. Nach der Analyse und Systematisierung aktueller Entwicklungen sollen dabei technische, organisatorische und räumliche Anforderungen für erfolgreiche Veranstaltungen entwickelt werden.

Solchermaßen erarbeitete neue Meetingszenarien sowie das Konzept eines Use- und Showcase können in der zweiten Projektphase ab Juni 2016 umgesetzt und evaluiert werden. Die Ergebnisse dienen als Handlungsanleitungen für die Konzeption zukunftsorientierter organisatorischer, technologischer und räumlicher „Future Meeting Spaces“, mit denen sich der Standort Deutschland weiterhin als Innovationsführer im internationalen Wettbewerb positionieren kann.