Kommt er in der Vorstandsetage an, löst er einen Aktionismus aus, der vor allem von Kunden, Mitarbeitern und Aktionären getrieben wird. Dem Druck von außen nach Corporate Social Responsibility, nach unternehmerischer Gesellschaftsverantwortung, sind vor allem größere Unternehmen nachgekommen und haben in ihrem Kerngeschäft bereits ein Konzept für Nachhaltigkeit integriert.

„Gerade in Zeiten, in denen Burnout zum Massenphänomen wird, ist es wichtig, geschäftliche Mobilität optimal zu planen.“

Vor allem die demografische Entwicklung wird eine Herausforderung sein, die sich im Zuge von CSR-Maßnahmen vor allem auf die geschäftliche Mobilität auswirken wird. Denn Deutschlands Arbeitnehmer – und damit die Reisenden – werden im Schnitt immer älter. Der Blick auf das Human Capital vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels verschärft sich.

Und so bewirken Themen wie altersgerechtes, sicheres und nachhaltiges Reisen, Gesundheit und Sicherheit im Bereich Mobilität, Datenschutz sowie die Konzentration auf die „Ressource Mensch“ einen Paradigmenwechsel in den Unternehmen.

Gerade in Zeiten, in denen Burn-out zum Massenphänomen wird, ist es wichtig, geschäftliche Mobilität optimal zu planen. Bereits kleinere Unternehmen können Stressfaktoren reduzieren, indem sie Reisezeiten verkürzen, geeignete Umsteigezeiten einplanen oder die Reisen auf mehr Mitarbeiter verteilen. Im vergangenen Jahr hat das bereits gut geklappt: Laut aktueller VDR-Geschäftsreiseanalyse gab es 2013 mehr Reisende.

Die größten Unternehmen sind besonders rücksichtsvoll mit ihren Mitarbeitern umgegangen: Sie verteilten die Verpflichtungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf mehr Beschäftigte und wurden so den Anforderungen an mehr Rücksicht auf den Reisenden als Mensch gerecht.

Wer dennoch auf Reisen muss, den schützt das Unternehmen mit Gesundheits- und Präventionsprogrammen sowie durch ein professionelles Risikomanagement, was die gesetzliche Fürsorgepflicht regelrecht vorschreibt. Auch auf Reisen.

Und so beschäftigen sich bereits drei Viertel der großen Unternehmen mit Versicherung, Sicherheit und Gesundheit. Auch bei kleinen und mittelständischen Firmen ist das Thema angekommen, wenn auch erst bei der Hälfte. Je höher das Reisevolumen, desto eher ist ein Bewusstsein über die Fürsorgepflicht vorhanden.

Der Geschäftsreisebereich wird also zu einem Querschnittsthema: Zum Kernbereich Reisen kommen oft die Aufgaben Reisekostenabrechnung, Veranstaltungsmanagement sowie Versicherung, Sicherheit und Gesundheit hinzu. Das heißt: Für die Anforderungen an die bedarfsgerechte Mobilität von morgen müssen schon heute Kompetenzen im Travelmanagement  geschaffen werden.

Erster empfohlener Schritt ist die Nutzung von Synergien in den Bereichen Reise-, Fuhrpark- und Veranstaltungsmanagement, um die Strategien für eine optimale geschäftliche Mobilität ressort- und abteilungsübergreifend aufzusetzen.

Der VDR unterstützt diese Entwicklung, indem er sich auf die Synergien im Management von geschäftlichen Reisen, Fuhrpark sowie MICE konzentriert und sich damit als Ansprechpartner für die gesamte geschäftliche Mobilität breit und zukunftsgerecht aufstellt.