Doch im Rahmen nachhaltiger Firmenstrategien, die zunehmend in den Blickpunkt geraten, entscheiden sich immer mehr Unternehmen dazu, sogenannte klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Für etablierte Marken und Produkte ist die Seriosität der gewählten Klimaschutzprojekte für die CO2-Kompensation von entscheidender Bedeutung.

Vor der Kompensation gilt allerdings: möglichst eine CO2-effiziente Airline nutzen. Gerade auf viel beflogenen Strecken kann die eine Airline mit drei, eine andere dagegen mit sechs Litern pro Passagier und 100 Kilometer fliegen. Manchmal ist die sauberere Airline sogar die günstigere, ein Vergleich lohnt sich! Die Klimaschutzorganisation atmosfair bietet dafür den Airline Index an, auch zugeschnitten für die Rennstrecken eines Unternehmens.

Bei der Kompensation ist zu beachten, dass Flüge nicht nur hohe Emissionen an CO2, sondern auch von Stickoxiden und Ruß verursachen. Die Kondensstreifen am Himmel erhöhen zusätzlich den Treibhauseffekt. Laut Umweltbundesamt ist so der Klimagesamtschaden etwa dreimal größer als nur über das CO2 allein.

Bei jedem geschäftlichen – übrigens auch bei jedem privaten Flug – ist es möglich, die umweltschädlichen Emissionen zu kompensieren. Emissionsrechner, beispielsweise der Organisation atmosfair, helfen, die gesamte CO2 Menge auszurechnen, die bei einem Flug entsteht, einschließlich der Kondensstreifen.

Um seinen Flug zu kompensieren, kann der Kunde als Gegenleistung – wie beim Prinzip der kommunizierenden Röhren – Geld spenden, um die CO2-Emissionen an anderer Stelle durch sinnvolle Klimaschutzprojekte wieder einzusparen, zum Beispiel durch den Aufbau eines neuen Windparks in Südafrika.

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Organisationen, die klimaneutrales Fliegen anbieten. Bei der Spende sollte man jedoch darauf achten, dass nur Projekte gefördert werden, die nach dem UN-Verfahren Clean Development Mechanism (CDM) zugelassen und geprüft sind. Zusätzlich sollten die Projekte den Gold Standard erfüllen, ein Zusatzsiegel einer Schweizer Stiftung.