Fast ein Drittel der Veranstalter bestätigt zudem, dass das Nachhaltigkeitsengagement der deutschen Anbieter eine merkbare Qualitätssteigerung der gebuchten Veranstaltungen zur Folge hat. „Das zeigt: für die deutschen Anbieter von Veranstaltungslocations und -dienstleistungen bedeutet ein gutes Nachhaltigkeitsmanagement einen echten Mehrwert.

Wenn sich in Deutschland Märkte und Menschen aus der ganzen Welt treffen, wenn auf Messen, Tagungen und Kongressen Innovationen vorgestellt und Erfolgsgeschichten geschrieben werden, freut sich auch die Umwelt. Denn gut erreichbare Tagungsorte, umweltfreundliche Anreise, nachhaltig wirtschaftende Hotels sind schon für sich ein guter Grund, Messen und Kongresse in Deutschland zu planen.

Ein Land, das Innovation, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu seinen Markenzeichen gemacht hat – und das gerade Geschäftsreisenden einzigartige Vorteile bietet.

Aus diesem Grund wird als strategisches Ziel von Events immer mehr die Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung wichtig, sodass im Rahmen der Positionierung des Unternehmens auch Nachhaltigkeits- und Umweltaspekte sowie soziale Belange eine wichtige Rolle spielen. Nachhaltigkeit ist die Bewahrung einer lebenswerten Zukunft für Folgegenerationen.

Die für das Eventmanagement wichtigsten Aspekte sind:

  • Ressourcenschonung und Energieverbrauch bei Anreise und Kommunikation.
  • Schutz der natürlichen Umwelt und Erhaltung der Biodiversität an den Veranstaltungsorten.
  • Soziale und wirtschaftliche Aspekte bezüglich Mitarbeitern und Teilnehmern. Partizipation in der Planung und beim Event.
  • Event für alle“ im Sinne einer umfangreichen Partizipation und eines gesellschaftlichen Nutzens.
  • Verantwortung für die Nachhaltigkeit bei der Beschaffung bezüglich der indirekten Auswirkungen, beispielsweise auf globale Gerechtigkeit, Ressourcenverbrauch, Umwelt, regionale Wirtschaft.
  • Förderung von Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung im Rahmen des Events, durch Gewinnung von Akteuren oder durch aktives und passives Sponsoring.
  • Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Barrierefreiheit und Umweltschultz

Barrierefreiheit und Umweltschutz sind gesetzliche Auflagen und wichtige Aspekte der Sicherheit von Events. Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit sind nicht nur eine ethische Verantwortung, sie sind auch eine wichtige Demonstration gesellschaftlicher Verantwortung des Veranstalters. Familienfreundlichkeit und Jugendschutz gehen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus und tragen wesentlich zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes bei.

Eine barrierefreie Gestaltung des Events ist immer anzustreben. Dabei geht es nicht nur um Rollstuhlfahrer, sondern auch um die verschiedenen Arten von Einschränkungen, denen Menschen unterworfen sein können. Auch die Umweltfreundlichkeit und Sozialverträglichkeit des Events spielt eine wichtige Rolle.

Nachhaltig ausgezeichnet

Angefangen bei der Verkehrsin-frastruktur, die mit 17 internationalen Flughäfen, leistungsfähigen Fernstraßen und hervorragend getakteten Bahnverbindungen schon die Anreise höchst angenehm macht. Sparsamer Umgang mit Ressourcen, innovative Energiekonzepte und nicht zuletzt der Schwerpunkt auf saisonale und regionale, immer aber leckere und bekömmliche Küche sind in vielen Hotels Standard.

Ein Merkmal, an dem man das nachhaltige Verhalten gegenüber Natur und Umwelt von Hotels erkennt, sind die internationalen Auszeichnungen, das ISO 14001-Zertifikat und „The Green Key.

Weitere Normen für nachhaltige Events sind neben der allgemeinen Norm DIN 26000 (Nachhaltigkeitsmanagement) die britische Norm BS 8901 (Sustainability Management Systems for Events) und ihr zukünftiges internationales Pendant ISO 20121 (Event SustainabilityManagement System). Spezielle Normen sind zum Beispiel die DIN 14001 (Umweltmanagement) und DIN 18040 (Barrierefreiheit).