Das neue Gesetz dient der Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts. Betroffen sind die betrieblichen Reisekosten, wie Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Übernachtungskosten beziehungsweise doppelte Haushaltsführung, die Besteuerung von Dienstwagen sowie die regelmäßige Arbeitsstätte. Die wichtigsten Neuerungen ab dem  1. Januar 2014 haben wir zusammengefasst. 

Erste Tätigkeitsstätte, höhere Fahrtkostenerstattung, geringere Dienstwagenbesteuerung

Der Begriff der „ersten Tätigkeitsstätte“ ersetzt die bisherige Formulierung „regelmäßige Arbeitsstätte“. Wo sich die erste Tätigkeitsstätte befindet, entscheidet der Arbeitgeber. Dies ist besonders dann der Fall, wenn mehrere Orte als erste Tätigkeitsstätte möglich sind. Arbeitnehmer, die an verschiedenen Einsatzorten, beispielsweise wenn sie in verschiedenen Filialen des Betriebs tätig sind, können ab 2014 alle Fahrten und jeden einzelnen gefahrenen Kilometer mit der Kilometerpauschale absetzen.

Nur der Weg zur ersten Tätigkeitsstätte wird mit der einfachen Strecke (Pendlerpauschale) abgerechnet, insgesamt können damit höhere Fahrtkosten geltend gemacht werden (Kilometerpauschale).

Besteuerung von Dienstwagen

Auch die Besteuerung von Dienstwagen ändert sich durch die Festsetzung der ersten Tätigkeitsstätte. Die Besteuerung erfolgt demzufolge  nur noch auf die einfache Fahrt zur ersten Tätigkeitsstätte. Weitere Kilometer für  Fahrten zwischen verschiedenen Einsatzorten gelten als Dienstfahrten und müssen nicht mehr versteuert werden.

Mehr Verpflegungsmehraufwand bei Abwesenheit

Die Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand richten sich weiterhin nach der Dauer der Abwesenheit von der ersten Tätigkeitsstätte. Doch die bisher dreistufige Staffelung  (ab acht Stunden = sechs Euro, ab 14 Stunden = zwölf Euro, ab 24 Stunden =  24 Euro) weicht der zweistufigen. Ab 2014 bekommt man bereits ab einer Abwesenheit von acht Stunden die Pauschale von zwölf Euro vom Arbeitgeber oder Finanzamt erstattet. Ab einer Abwesenheit von 24 Stunden gibt es wie gewohnt die Verpflegungspauschale von 24  Euro.

Übernachtungskosten bei Dienstreisen und doppelter Haushaltsführung

Bei längeren geschäftlichen Reisen können Übernachtungskosten wie Mietkosten einer Wohnung nur noch bis zu einer Dauer von vier Jahren uneingeschränkt als Werbungskosten berücksichtigt werden. Dann gelten die neuen Regelungen der doppelten Haushaltführung. Danach können Arbeitnehmer, die tatsächlichen Mietkosten nur noch bis zu einer Höhe von 1.000 Euro als Werbungskosten absetzen. Das ist negativ für den Arbeitnehmer, der ab 2014 keine höheren Kosten für Miete als die 1.000  Euro geltend machen kann.