Ihnen ist es dank mehr Beweglichkeit, also Agilität, möglich, sich schneller neuen Bedingungen anzupassen und gewinnbringend Chancen wahrzunehmen. Dieses besondere agile Arbeiten, das ursprünglich aus der IT-Entwicklung stammt, schwappt nun in andere Bereiche und Firmen über.

Schnelle Projektabläufe

Agil bedeutet in diesem Zusammenhang ein neues Denken in Bezug auf Verantwortung in Prozessen und Strukturen. Zum Beispiel spielen darin Hierarchien und schwerfällige Planung von früher keine Rolle mehr. Es geht darum, stattdessen überbordende Bürokratie abzubauen und schnelle Abläufe zu etablieren. Selbstorganisation ist das Stichwort bei Teams, die sich und ihre Arbeitsfortschritte selbst organisieren.

Mehr Motivation

Ihr Vorteil: Sie sollen nicht nur rascher bessere Lösungen für Kunden finden. Sie können bei dieser Arbeitsweise auch von mehr Sinn und Motivation profitieren. Natürlich funktioniert ein agil geführtes Projekt nicht unbedingt in jedem Arbeitsumfeld, zum Beispiel bei Angestellten eines Supermarkts. Hilfreich ist es dort, wo beispielsweise im technischen Umfeld in komplexen Situationen innovative Geschäftsmodelle oder Produkte kreiert werden müssen, bei denen verschiedene Disziplinen ineinander greifen.

Neue Personalprozesse

Laut einer internationalen Studie der Boston Consulting Group aus dem Jahr 2017, in der sie 1100 Führungskräfte in 40 Ländern befragte, sollen agile Unternehmen dann tatsächlich fünfmal häufiger überdurchschnittliche Margen erzielen und stärker wachsen als der Durchschnitt. Gleichzeitig soll dieser Managementansatz auch für mehr Transparenz sorgen und eine attraktive Entwicklungsplattform für Mitarbeiter darstellen, so die Macher der Studie. Allerdings würde es dafür nicht allein ausreichen, übliche Methoden wie agile Teams, Zwischenprodukte und Standup-Meetings einzuführen. Wichtig ist außerdem, die agilen Prinzipien in Organisation und Personalprozessen zu verankern.

Neues Karrieredenken

Natürlich müssen auch die Mitarbeiter künftig bei ihrer Karriereplanung agiler denken: Eher demokratisch ausgerichtete Teams bieten auf den ersten Blick nicht die Schritte in der Karriereleiter, die vor allem durch Hierarchie bestimmt ist. Wo das Wir und nicht das Ich zählt, fallen die klassischen Kriterien der Aufstiegsmöglichkeit weg.

Gleichzeitig wird in diesem Unternehmen dann entscheidend sein, Führung und ihre Neuverteilung zu bewerten. Ansätze sind dann flache Hierarchien mit einem selbstverständlichen Rollenwechsel vom Teamleiter zum Fachmann und zurück. Noch wichtiger wird die fachliche Weiterbildung, die den eigenen Verantwortungsbereich erweitert – und sich gleichwertig zur Rolle der Führungskraft etabliert.