Holen Sie uns kurz ins Boot – wie fing das alles an mit der Idee zu happybrush?

Die Idee wurde mir fast in die Wiege gelegt. Mein Vater ist Zahnarzt und wir haben damals direkt über der Praxis gewohnt. Als kleines Kind hatte ich natürlich noch nicht darüber nachgedacht, aber es hat bestimmt etwas ausgelöst. Der Startschuss für happybrush ist Anfang 2016 gefallen.

Mein Mitgründer Flo und ich haben uns über unseren vorherigen Job bei Procter & Gamble kennengelernt, in dem wir auch im Mundpflegebereich gearbeitet haben. Später haben wir uns dann zusammengetan und gesagt, wir kennen uns einerseits so gut in diesem Segment aus und hören andererseits andauernd von Freunden und Bekannten, dass sie sich immer noch mit Handzahnbürsten die Zähne putzen. Wir haben uns gesagt – warum machen wir nicht was Geiles?

Was ist denn jetzt eigentlich eine Schall-Zahnbürste?

Also, es gibt unsere Schall-Zahnbürste, diese vibriert bis zu 37.500 Mal von links nach rechts. Und es gibt unsere rotierend-oszillierende Version, diese rotiert etwa 8.800 Mal pro Minute. Beide elektrischen Technologien sind etabliert und sorgen für eine effektive Reinigung. Wir erreichen starke Reinigungsergebnisse mit einer bis zu 474 Prozent höheren Entfernung von Plaque gegenüber Handzahnbürsten.

Und was ist das Besondere an happybrush?

Unsere Mission ist es frischen Wind in den angestaubten Mundpflege-Markt bringen. Unsere Produkte vereinen zeitgemäße Technologie, faire Preise, ästhetisches Design und nachhaltige Verpackung. Eine Zahnbürste muss heutzutage nicht mehr aussehen wie ein Fieberthermometer, die kann auch ästhetisch aussehen.

Unser Power-Akku hält bis zu drei Wochen, die kompakte Ladestation verfügt über die Anzeige von Uhrzeit und Countdown, es gibt eine Travel-Lock-Funktion, die dafür sorgt, dass die Zahnbürste unterwegs nicht angeht und der spezielle Flexkopf sorgt für eine Abfederung des Drucks beim Zähneputzen. Und als ersten kleinen Schritt für die Nachhaltigkeit kommen unsere Aufsteckbürsten in einer praktischen Kartonage statt Plastik-Blister und unsere Zahnpasta wird in einer 100% recyclebaren Tube und ohne Aluminiumsiegel verpackt.

Was hat sich durch den Auftritt bei der „Höhle der Löwen“ 2017 verändert?

Der Dreh und die Zeit danach waren eine spannende Phase. Wir sind happy, dass wir dabei sein durften. Wir sind als Unternehmen in den meisten Bereichen stark gewachsen und haben alle Hände voll zu tun, die Nachfrage zu bedienen. Bisher haben wir bereits über 750.000 Produkte verkauft und wir freuen uns über die positive Resonanz.

Und was haben Sie noch vor?

Unsere Vision ist, dass happybrush eine feste Größe in der Mundpflege wird. Wir arbeiten derzeit an der Entwicklung von Aufsteckbürsten aus nachwachsenden Rohstoffen zusammen mit dem Fraunhofer Institut. Zudem entwickeln wir eine smarte, elektrische  Zahnbürste für Kinder. Die Zahnbürste kann mittels einer App und einem tierischen Avatar in Form eines Koalas spielerisch und effektiv die Kids beim Zähneputzen motivieren. Wir haben gerade erst die Kickstarter-Kampagne zu diesem Produkt erfolgreich abgeschlossen. 

Es ist 2018 – müsste es nicht schon längst irgendeine Pille geben, die man morgens und abends kaut, und fertig?

Ja, irgendwann schon und dann kommt sie von happybrush (lacht). Eines unserer Zukunftsprojekte ist die Kombination von OralCare und InsurTech. Ein kleiner Aufsatz – die happybrush SmartCap –  macht jede elektrische Zahnbürste „smart“ und belohnt Zähneputzen unter anderem mit einer Vergünstigung der Zahnzusatzversicherung. Hier arbeiten wir bereits eng mit der Digitalversicherung „ottonova“ zusammen und werden damit den Mundpflegemarkt digitaler machen.