Die Schweiz behauptet sich somit zum vierten Mal in Folge an der Spitze des weltweiten Vergleichs der Innovationskraft von Wirtschaftsnationen.

Ebenso belegt das Land den vordersten Rang beim Innovation Union Scoreboard (IUS) der EU, bei dem die Innovationsstärke der Länder in Europa beurteilt wird.

Für ein rohstoffarmes Land wie die Schweiz sind gut ausgebildete Fachkräfte das wichtigste Kapital. Schon seit einigen Jahren gilt das kleine Land als Innovationsstandort. Dafür sorgen das duale Bildungssystem, das Praxis und Theorie verbindet, die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Hochschulen sowie umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die hohe wirtschaftliche und währungspolitische Stabilität bieten zudem ein sicheres Umfeld.

Bei den beiden Innovationsrankings spielten unter anderem die zahlreichen Patentanmeldungen (Zeichen von Schaffung neuen Wissens) und die Menge der Firmengründungen eine maßgebliche Rolle. Zudem wurden der Exportanteil von mittel- und hochtechnologischen Gütern und die Zahl der Beschäftigten in wissensintensiven Aktivitäten gewichtet und bewertet.

Führend in Wissen und Technologie

Durch Tophochschulen, Forschungsinstitute und weltweit beachtete Großforschungsprojekte, wie das CERN in Genf, gilt das Land als Knotenpunkt für Wissen und Technologie. Die starke internationale Vernetzung und die Präsenz von multinationalen Unternehmen, gepaart mit einer hervorragenden Infrastruktur, schaffen das Fundament für neue Ideen, Offenheit und den Mut, etwas zu riskieren.

Nicht nur Großkonzerne wie Swatch, Nestlé oder Novartis tragen zur starken Innovationskraft der Schweiz bei. Die kleineren und mittleren Unternehmen, die sogenannten KMU, spielen für die schweizerische Wirtschaft eine ebenso entscheidende, wenn nicht wichtigere Rolle. Laut Angaben des Bundesamtes für Statistik bilden die KMU mehr als 99 Prozent der Unternehmen und machen zwei Drittel der Arbeitsplätze aus.

Handwerksbetriebe, IT-Start-ups oder Maschinenhersteller leisten also einen wesentlichen Beitrag zu unternehmerischer Kreativität, Wirtschaftswachstum und somit zu nationalem Wohlstand. Daher gibt es vom Bund auch eine spezielle Politik, die unter anderem die Unternehmensgründung und Innovation fördern soll.

Hohe Lebensqualität in Schweizer Städten

Nicht nur in Sachen Innovation belegt die Schweiz regelmäßig Spitzenpositionen. Die jährlich vom Beratungsunternehmen Mercer durchgeführte globale Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität in 223 Großstädten positioniert Zürich auf dem zweiten Platz. Ebenfalls ausgezeichnete Bewertungen erreicht die Hauptstadt Bern (Rang 13).

Als wettbewerbsfähigster Wirtschaftsstandort der Welt bietet die Schweiz also nicht nur Stabilität, hohe Lebensqualität und ein liberales Wirtschaftssystem, sondern durch die enge Verflechtung von Markt und Bildung auch einen guten Nährboden für Innovation.