Den Löwenanteil des Neugeschäfts macht das Leasing mit Ausrüstungsgütern aus. Mit 24 Prozent ist die Leasingquote für Mobilien die bisher höchste in der über 50-jährigen Leasinggeschichte in Deutschland. Ein besonderer Treiber des Wachstums ist das Fahrzeugleasing.

Dank innovativer Produktentwicklungen gibt es kaum ein Wirtschaftsgut, das sich nicht mittels Leasing anschaffen lässt. Inzwischen sind Wirtschaftsgüter von über 200 Milliarden Euro in Deutschland verleast. Eine besonders hohe Anziehungskraft genießt Leasing im Mittelstand. Aktuell ziehen drei von vier mittelständischen Unternehmen regelmäßig Leasing in Betracht.  

Einen Schlüssel für den Erfolg stellt die starke mittelständische Prägung der Leasingbranche dar, denn sie spiegelt die Unternehmenslandschaft in Deutschland wider und reicht vom kleinen Drei-Personen-Familienbetrieb bis zum global agierenden Konzern. Beratung auf Augenhöhe, auf Kundenbedürfnisse angepasste Finanzierungsmodelle sowie die exakte Kalkulierbarkeit der Kosten sind weitere Aspekte, die für Leasing sprechen.

Zudem schätzen es Leasingnehmer, ihre Betriebsmittel mittels Leasing stets auf dem modernsten Stand halten zu können. Ergänzende Serviceangebote der Leasinggesellschaften erleichtern den Kunden die Nutzung ihrer Fahrzeuge, Maschinen, IT-Systeme et cetera und schonen unternehmensinterne Ressourcen.

Bei Industrie-4.0-Investitionen geht es nicht mehr ausschließlich um den Maschinenbauer, der eine moderne Anlage finanzieren will.

Ein besonderer Erfolgsfaktor liegt im Objekt-Know-how der Leasingexperten. Als professionelle Investoren verfügen sie über eine spezifische Branchen- und Marktkenntnis, die ihnen die Beratung des Kunden bei der Auswahl und optimalen Nutzung des Wirtschaftsgutes bis zur Berechnung des Wertverlaufs eines Objektes und dessen bestmöglicher Verwertung ermöglichen.

Diese Expertise gestattet es ihnen auch, innovative Produkte oder Investitionen in neue Märkte zu finanzieren, bei denen zum Beispiel Kreditinstitute zurückhaltend sind. In der Vergangenheit waren dies Großcomputer, Kopier- und Druckmaschinen oder Großgeräte der Medizintechnik. Heute ist Leasing bei Investitionen in Industrie-4.0-Projekte nach der Eigenfinanzierung die häufigste Finanzierungsform.

Bei Industrie-4.0-Investitionen geht es nicht mehr ausschließlich um den Maschinenbauer, der eine moderne Anlage finanzieren will. Verstärkt sind Unternehmensprozesse und ganze Systeme im Fokus, auch gewinnen immaterielle Werte wie Software an Bedeutung. Der Investitionsbegriff hat sich gewandelt.

Leasinggesellschaften sind prädestiniert, die Investitionen in den digitalen Wandel zu realisieren. Denn in den Leasingunternehmen arbeiten Finanzexperten mit Branchen- und Technik-Know-how, darunter zum Beispiel Ingenieure und ITK-Spezialisten. Diese Fachleute können Prozesse bewerten und flexible passende Finanzierungslösungen konzipieren. Leasing bietet somit eine Chance, das Potenzial von Industrie 4.0 in den
Unternehmen zu heben.

Damit die Leasingwirtschaft diese Investitionen finanzieren kann, braucht sie klare Rahmenbedingungen. Diese reichen von rechtlichen Fragen zum Datenschutz, Urheberrecht und Haftungsfragen bis zu steuerlichen Aspekten. Industrie 4.0 beschleunigt das Innovationstempo. Die Abschreibung der Investitionen müsste daher den verkürzten Innovationszyklen auch steuerlich angepasst werden, mit AfA-Zeiten, die den tatsächlichen Wertverlauf widerspiegeln.