Aktienfonds, Geldmarktfonds oder Rentenfonds, sie alle haben einen klar abgesteckten Markt, den man schon aus dem Namen ablesen kann. Dagegen investieren Multi-Asset-Fonds in verschiedene Anlageklassen, beispielsweise Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe. Ziel ist es, das Risiko zu streuen - Diversifikation ist die Devise.

Doch erscheinen vielen Anlegern die globalen Kapitalmärkte zu komplex und unübersichtlich. Hier sind Multi-Asset-Fonds eine gute Wahl, denn erfahrene Finanzexperten stellen ein Portfolio aus verschiedenen Fonds zu einem Multi-Asset-Fonds, eine Weiterentwicklung von Mischfonds, zusammen. Der ganz klare Vorteil dieser Anlagestrategie ist, dass Risiken diversifiziert werden.

Auf die Krise reagieren die Zentralbanken mit Zinssenkungen, deshalb steigen die Kurse von älteren festverzinslichen Wertpapieren. Deren hohe Zinsen bleiben nämlich unverändert, während neue Anleihen niedrigere Zinsen bieten. Mit dem Kursanstieg bei festverzinslichen Wertpapieren können Rückschläge am Aktienmarkt ganz oder teilweise ausgeglichen werden. Auch der Goldpreis steigt oft in Krisenzeiten, während der Ölpreis eher im Aufschwung zulegt. Somit lassen sich durch die geschickte Kombination von Werten Verluste zwar nicht vermeiden, wohl aber dämpfen.

Passiv gemanagte Fonds weisen im Vergleich zu klassischen Anlagen ein ausgesprochen hohes Maß an Transparenz aus.

Unterscheiden kann man Multi-Asset-Fonds in aktiv und passiv gemanagte Fonds. Bei einem aktiv gemanagten Fonds versuchen Finanzexperten den Markt zu übertreffen, indem sie fortlaufend gegenüber einem Vergleichsindex (auch „Benchmark“ genannt) messen, wie die Anlageklassen abschneiden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eine möglichst hohe Rendite für die Anleger zu erreichen. Natürlich bedarf dies eines Aufwandes, einer genauen Marktbeobachtung sowie ein sehr genaues Portfoliomanagement.

Darüber hinaus ist dies mit einem starken Risiko verbunden, sollte sich der Markt unvorhersehbar ändern. Aktiv gemanagte Fonds haben in Zeiten sinkender Aktienkurse durchaus Vorteile gegenüber passiv gemanagten, da es den Passiven nicht möglich ist, ihre Aktienbestände zu reduzieren und das dadurch frei werdende Geld in Barmittel beziehungsweise Anleihen zu investieren, da sonst die Indexnachbildung nicht mehr gegeben wäre.

Allerdings verursachen aktiv gemanagte Fonds einen gesteigerten Verwaltungsaufwand und oft hohe Transaktionskosten, welche direkt an den Anleger weitergegeben werden.

Passive Fonds hingegen versuchen einen vorgegebenen Index möglichst exakt, also im Verhältnis 1:1, nachzubilden. Dieser Index kann der eines Landes, einer Branche oder gar ein globaler Index sein. Ein Rebalancing findet nur in größeren Zeitabständen statt, wodurch die Transaktionskosten meist geringer als bei aktiv
gemanagten Fonds sind.

Passiv gemanagte Fonds weisen im Vergleich zu klassischen Anlagen ein ausgesprochen hohes Maß an Transparenz aus. Während die Emittenten klassischer Investmentfonds lediglich zum Quartalsende ihre Portfoliostruktur offenlegen, ist der Anleger in passiv gemanagten Fonds fortlaufend über die aktuelle Zusammensetzung seines Produktes informiert.