Im Vergleich zu anderen Unternehmensgründern weisen Handwerker die höchste „Überlebensrate“ auf. Doch nicht nur Neugründungen sind wichtig, auch die Unternehmensnachfolge muss gesichert sein.

Geprägt durch eine große Innovationskraft – verbunden mit regionaler Verantwortung und gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein – sind die überwiegend familiengeführten Handwerksbetriebe ein entscheidender Motor der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes – und diesen muss man am Laufen halten. Dabei wird das Thema Betriebsnachfolge in den kommenden Jahren eine besondere Bedeutung einnehmen. 

Mehr Betriebe zur Übernahme

Das Handwerk wirbt daher intensiv für seine Spitzenqualifikation. Es braucht geeignete Kandidaten, denn demografiebedingt werden in den kommenden Jahren immer mehr Betriebe zur Übergabe anstehen. Findet sich kein Nachfolger, stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel und wertvolles Know-how droht verloren zu gehen. 

Für viele Betriebe liegt die zentrale Herausforderung der Unternehmensübergabe bereits darin, einen übernahmewilligen Nachfolger zu finden oder aufzubauen. Aussichtsreiche Betriebsübergaben scheitern vielfach an zu hohen finanziellen Erwartungen der Altinhaber.

Weitere Probleme verursachen Belastungen durch Erbschafts- bzw. Schenkungssteuern, technische Auflagen, fehlende Trennung von Betriebs- und Privaträumen sowie umfangreiche rechtliche Verpflichtungen, etwa zur uneingeschränkten Übernahme aller Mitarbeiter.

Kaum ein unternehmerischer Prozess ist schließlich so vielschichtig, wie eine Unternehmensübergabe. Selbst bei einem familieninternen Generationswechsel muss die Übergabe mit Bedacht und in kleinen Schritten erfolgen. Nur so können Probleme bis hin zur Vertrauensverlust bei den Kunden oder Akzeptanzverweigerung bei den Mitarbeitern verhindert werden.