Cloud Computing, Big Data, Applikationen oder Industrie 4.0  - das sind nur ein paar der Stichworte, die im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung genannt werden. Innovationen wie diese haben erhebliche Auswirkung auf bewährte Vertriebsstrategien, aber auch komplexe Wertschöpfungsketten zwischen Kunden, Lieferanten und Anlagen in der Industrie.

Ein Mix an Vertriebskanälen muss in Folge neu orchestriert werden. Kunden wollen anders angesprochen werden und parallel steigt die Komplexität der IT, um diese Prozesse intelligent zu steuern.

Unterdurchschnittliche Digitalisierung

Nach einer Studie der KfW Mittelstandsbank aus 2016 befindet sich jedoch aktuell etwa ein Drittel der Mittelständler noch in einem Grundstadium der Digitalisierung. Das heißt, bei ihnen sind selbst grundlegende Anwendungen, wie selbst ein eigener Internetauftritt, unterdurchschnittlich verbreitet. Besonders häufig zählen die kleinen Mittelständler mit weniger als 50 Mitarbeitern zu diesen Digitalisierungs-Nachzüglern.

Einige fürchten die hohen Investitions- sowie Betriebskosten und investieren aus diesem Grund nicht oder zu wenig in digitale Projekte.

Rund die Hälfte der mittelständischen Firmen hierzulande liegt im Mittelfeld und nutzt zum Beispiel einzelne Anwendungen digital vernetzter Information und Kommunikation. Digitale Vorreiter wiederum, das heißt Unternehmen, die bereits auf digitale Produkte, Dienstleistungen, Apps oder Industrie 4.0 setzen, stellen mit einem knappen Fünftel des Mittelstands die Minderheit dar.

Investition in Kompetenz

78 Prozent der Unternehmen haben zwischen 2013 und 2015 in technologische Projekte investiert, zum Beispiel in Hardware, Software, IT-Sicherheit, Website, IT-Bezugsformen oder Verknüpfung von Prozessen.

Durch intelligenteren IT-Einsatz gibt es zum Beispiel konkrete Einsparpotentiale, in dem der Ausschuss bei der Produktion, aber auch die Lagerhaltung und der Energieverbrauch verringert werden.

Projekte zur Erweiterung von Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung – wie IT-Weiterbildung, IT-Beratung, Reorganisation des Workflows, Konzepte für Internetmarketing und –vertrieb – wurden von 64 Prozent der Mittelständler umgesetzt.

Auf dem Weg zu mehr Digitalisierung sehen sich die Unternehmen allerdings vor zahlreichen Herausforderungen: Sie nennen mangelnde IT-Kompetenzen ihrer Belegschaft, Anforderungen des Datenschutzes und der Datensicherheit, aber auch die mangelhafte Geschwindigkeit der Internetverbindung.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Unternehmen den Nutzen einer weitergehenden Digitalisierung für ihr Geschäftsmodell noch nicht erkennen. Einige fürchten die hohen Investitions- sowie Betriebskosten und investieren aus diesem Grund nicht oder zu wenig in digitale Projekte.

Zahlreiche Einsparpotentiale

Dabei existieren längst belegte Vorteile: Durch intelligenteren IT-Einsatz gibt es zum Beispiel konkrete Einsparpotentiale, in dem der Ausschuss bei der Produktion, aber auch die Lagerhaltung und der Energieverbrauch  verringert werden.

Aber ob nun Nachzügler oder Vorreiter – für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands führt kein Weg an der professionellen Digitalisierung ihrer Prozesse vorbei.