Frauen gelten deshalb inzwischen als Erfolgsfaktor für Unternehmen. Denn wenn sie es bis in die gehobenen Fach- und Führungspositionen geschafft haben, kann das als Anzeichen gedeutet werden, dass die Unternehmenskultur für alle Talente unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität durchlässig und damit zukunftsfähig ist.

Deshalb wird nun allerorten, nicht nur in der Wirtschaft, für besser dotierte Stellen nach Frauen gesucht. Häufig mit der Klage verbunden, es würden sich ja kaum welche bewerben. Andererseits gibt es viele bestens qualifizierte Frauen, die sich komplett oder mental aus Betrieben und Organisationen zurückziehen und auch nicht mehr bewerben.  

All die Initiativen, die Frauen Lust machen, in Führungspositionen zu gehen oder sich für technische Berufe zu interessieren, laufen ins Leere, wenn die Frauen dann in den Betrieben und Organisationen auf männlich dominierte Strukturen, Stereotype und Sexismus stoßen. Nur wenn es im Arbeitsumfeld eine gelebte Kultur der gegenseitigen Wertschätzung gibt, besteht eine echte Chance, dass sich jeder und jede entsprechend seines bzw. ihres Potenzials entwickeln kann und entsprechend
wahrgenommen wird.

Potenzial lässt sich eben ganz unterschiedlich in ein erfolgreiches Leben umwandeln und je nach Lebensphase variieren die Wünsche – oft aber auch die Zwänge –, in welchen Lebensbereichen ich mich stärker engagieren möchte, ob im Betrieb bzw. Unternehmen, in der Familie, im Ehrenamt, in der Selbstständigkeit oder beispielsweise in der Kunst. Wenn Unternehmen weibliche und männliche Fachkräfte für sich gewinnen wollen, müssen sie ein entsprechend motivierendes und flexibles Umfeld schaffen.

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