Diese Frage beschäftigt viele junge Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, ihres Körpers oder der sexuellen Orientierung nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehören. Viele sehen das Anders-Sein erst einmal als Makel. Dass es zum positiven Alleinstellungsmerkmal entwickelt werden kann, wenn man als (Führungs-)persönlichkeit in sich ruht, weiß Michael Ahr, der im Berufsverband Völklinger Kreis das Programm „Future Leaders“ für schwule und bisexuelle Nachwuchsführungskräfte leitet.

„Aus dem Gefühl, anders zu sein, entwickeln sich fast automatische Strategien, um nicht zum Außenseiter zu werden. Viele erkennen z. B. die Vorteile von Solidarität und können ihre Mitmenschen überzeugen und mitreißen. Dieses Eigenschaften, die zum Beispiel bei jungen Schwulen und Lesben vermehrt auftreten, kann man weiterentwickeln und als Führungskraft nutzen.“

Der Berater aus Köln, der selbst mit einem Mann liiert ist, begleitet 2018 den dritten Jahrgang der Future Leaders. Bei Redaktionsschluss hatte das Programm noch wenige Restplätze (Link unten).

„Wir wollen als Berufsverband schwuler Führungskräfte und Selbständiger mithelfen, gute Führung zu etablieren. Die Herausforderungen und Chancen als schwule Führungskraft ähneln einander oft. Unsere Teilnehmer werden über ein Jahr von einer erfahrenen Führungskraft aus unserem Netzwerk als Mentor begleitet – ein Austausch auf Augenhöhe. Auch die Mentoren profitieren von der Perspektive der jungen Menschen, wenn es um neue Technik und Agilität geht“.

Das Programm beginnt am 20.10. mit einem Seminarwochenende, „Future Camp“, in Berlin. Danach haben die Teilnehmer ein Jahr lang Zeit, mit ihrem Mentor, aber auch durch Mitarbeit an Fach- und Regionalgruppen des Verbands, sich selbst zu entwickeln und ein Netzwerk aufzubauen. Die bisherigen schwulen Führungskräfte von morgen sind begeistert. Viele engagieren sich auch nach Ablauf des Programms ehrenamtlich weiter für den Verein.

Alle Informationen zum Verband und dem Programm: www.vk-online.de/futureleaders