Diversity Management, was bedeutet das für Sie?

Für BÄRO steht die Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns. Deshalb setzen wir uns stets mit Fragen der Nachhaltigkeit und soziologischen Entwicklungen auseinander. Der demografische Wandel gehört ebenso dazu wie der Zuzug von Flüchtlingen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wir beschäftigen und fördern viele gut qualifizierte Frauen.

In unserer Rolle als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb sehen wir uns verpflichtet, Lösungen für diese Entwicklungen zu finden und einen positiven Begriff von Vielfalt zu leben. Wir sind überzeugt, dass vielfältige Teams innovativer sowie erfolgreicher sind und schätzen unsere Mitarbeiter. Dies stellt einen wichtigen Wert der Unternehmensphilosophie  von BÄRO dar.

Wie wird dies in Ihrem Unternehmen gelebt?

In unserem Unternehmen herrscht ein Klima der Offenheit, Wertschätzung und Toleranz. BÄRO ist weltweit aktiv, sodass Mitarbeiter, die andere Kulturen und Sprachen kennen, eine Bereicherung sind. Wir beschäftigen und fördern viele gut qualifizierte Frauen. Zudem stellen wir gerne ältere Mitarbeiter ein, da wir deren Qualifikation und Erfahrung schätzen.

Genauso wichtig finden wir es, junge Menschen zu fördern: Wir bilden aus, unterstützen berufsbegleitende Weiterqualifikation. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ haben wir all dies nach innen und außen noch einmal dokumentiert.

Mit welchen Projekten unterstützen Sie diese Ansichten?

Durch die Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt: Wir bieten Praktika und Berufseinstiegsqualifikationen für Flüchtlinge an. Gerade hat ein junger Mann aus Eritrea ein Praktikum im Bereich der Lagerlogistik absolviert. Ab Januar wird eine junge Frau aus dem Iran eine Berufseinstiegsqualifizierung bei uns beginnen, die wir als Auszubildende übernehmen werden.

Wir bieten Prakika für Flüchtlinge an.

Diese Aktivitäten bauen wir weiter aus – auch aufgrund des positiven Feedbacks unserer Mitarbeiter. Außerdem gehört BÄRO der Integrations-Initiative der deutschen Wirtschaft „Wir zusammen“ an. Seit vielen Jahren setzt BÄRO sich gemeinsam mit KIDsmiling für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Seit 2009 fördert der von mir gegründete Verein zusätzlich Kinder aus Flüchtlingsfamilien. In meiner Funktion als Vizepräsidentin der IHK Köln setze ich mich neben der Frauenförderung für Themen rund um Integration und Vielfalt ein.

Diversity Management in zehn Jahren. Wo geht die Reise hin?

Die Gesellschaft wird immer älter. Um Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist die Förderung von Frauen und Fachkräften aus dem Ausland ein Muss. Ich hoffe sehr, dass Vielfalt in Unternehmen bald selbstverständlich wird.