21 Prozent beträgt laut Statistischem Bundesamt die Lohnlücke gemessen am Durchschnittsbruttostundenlohn. Der Business and Professional Women (BPW) Germany e. V. initiiert deshalb seit 2008 die Equal-Pay-Day-Kampagne. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Dieses Jahr ist das der 18. März.

Die Gründe dafür sind bekannt: Frauen fehlen in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter – trotz durchschnittlich besserer Abschlüsse. Frauendominierte Berufe in Erziehung und Pflege sind schlechter bezahlt als männerdominierte Berufe im MINT-Bereich. Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit häufiger, um Familien- und Pflegearbeit zu übernehmen; danach arbeiten sie oft in Teilzeit, Minijobs oder unterhalb ihrer Qualifizierung.

Transparenz ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg zu gerechten Gehältern. Deshalb ist das Motto des EPD 2018: Transparenz gewinnt.

Transparente Unternehmensstrukturen sorgen für ein positives Image bei Kund(inn)en und Mitarbeitenden. Eine offene Unternehmenskultur, Gleichstellung und Vereinbarkeit stehen gerade bei jüngeren Arbeitssuchenden hoch im Kurs. Transparenz sorgt für Wirtschaftswachstum. Durch eine größere Partizipation von Frauen am Arbeitsmarkt könnte die deutsche Wirtschaft bis 2030 um zwölf Prozent wachsen. Und Transparenz sorgt für zufriedene Angestellte. Wer gerecht bezahlt wird, hat keinen Grund zur Unzufriedenheit.

Das Entgelttransparenzgesetz ist eine Aufforderung an Unternehmen und Mitarbeitende, Entgeltgleichheit zu überprüfen, einzufordern und umzusetzen. Damit die im Grundgesetz festgeschriebene Gleichberechtigung endlich Realität wird.