Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung aus dem vergangenen Jahr: Junge Frauen wollen Lohngerechtigkeit, Gleichstellung im Berufsleben sowie eine bessere und kostenlose Kinderbetreuung.

Gleichstellung der Geschlechter

Trotz vieler Verbesserungen ist aus Sicht junger Frauen die Gleichstellung der Geschlechter noch lange nicht erreicht: Nur eine von zehn sieht die Gleichstellung von Männern und Frauen voll und ganz realisiert. Mit Blick auf die Familiengründung befürchten sie einen Rückfall in traditionelle Geschlechterrollen. Den Hauptgrund sehen die Befragten in der fehlenden Lohngerechtigkeit.

Fehlende Familiengründung

In der Folge gehen junge Frauen mit gehobener Berufsqualifikation und beruflichen Ambitionen das Thema „Kinder bekommen“ sehr reserviert an. Sie wollen Familie, aber sie schieben den Zeitpunkt der Familiengründung nach hinten, um nicht in die Falle von Retraditionalisierung, Teilzeitarbeit und finanzieller Abhängigkeit vom Partner zu geraten. Das Thema Kinder ist für viele junge Frauen deshalb nicht mehr selbstverständlich, sondern sorgenbehaftet.

Flexible Arbeitszeiten

Außerdem beklagen sie eine mangelnde Familienfreundlichkeit und fordern mehr Flexibilität bei den Arbeitszeiten. Mehrheitlich streben junge Frauen ab 30 Jahren eine Arbeitszeit zwischen 30 und 35 Wochenstunden  an. Junge Frauen fordern aber auch mehr Unterstützung für Mütter und Familien. Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, sehen sie großen Bedarf für Investitionen in den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung.

Viele fordern daher kostenlose Kita-Plätze und flexiblere Betreuungszeiten. Denn für viele junge Frauen stellen die zum Teil hohen Kosten und die noch zu unflexiblen Betreuungsangebote mit Blick auf ein stärkeres berufliches Engagement ein erhebliches Hemmnis dar.