Die neueste von inzwischen unzähligen Dokumentationen über ihn („Becoming Warren Buffett“, 2017) beginnt mit so einem Gleichnis. Buffett und eine Gruppe Schüler. Wäre das nicht cool, wenn er jetzt jedem ein neues Auto schenken würde? Jeder könnte sich sein absolutes Traumauto wünschen! Der Haken an der Sache: sie müssten dieses Auto für den Rest ihres Lebens fahren.

Es würde ihr einziges Auto bleiben müssen. Spielerisch lernen die Schüler in diesem Augenblick eine Lektion fürs Leben – und warum Warren Buffett der erfolgreichste Investor aller Zeiten ist: Alles, was wir tun, ist eine Investition - in unsere Zukunft. Ein gelber Ferrari ist ein cooles Auto, aber kein smartes Investment. Ferrari fahren macht Spaß. 50 Jahre lang jeden Tag einen gelben Ferrari fahren macht
keinen Spaß.

Warren Buffett kauft nichts, was er verkaufen müsste, weil sonst das Kaufen keinen Sinn gemacht hätte. Er kauft, was er behalten will, weil es immer wertvoller wird.

Alles, was wir tun, ist eine Investition in unsere Zukunft.

Warren Buffett ist ein Phänomen. Ein wandelnder Widerspruch, der sich nie widerspricht. Ein Multimilliardär, der sich 100.000 Dollar Jahresgehalt auszahlt. Ein Opa, der sich ernährt wie ein Kind (- Eis und Cola zum Frühstück!).

Wie David Copperfield liefert Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway seit Jahrzehnten konstant die mit Abstand spektakulärsten Performances der Branche.

Ein knochentrockener Zahlenmensch, der die ganze Zeit Witze reißt, Lieder singt und dazu ausgerechnet auch noch Ukulele spielt. Ein Spießer, der Jahrzehnte in einer Dreiecksbeziehung mit zwei Frauen lebte. Ein weltberühmter Medienstar, der immer noch in dem Häuschen wohnt, das er vor 60 Jahren für 31.000 Dollar gekauft hat.

Buffett konnte schon 1967 „mit den herrschenden Bedingungen (am Aktienmarkt, Anm.d.Red.) nichts mehr anfangen“ – und erzielt seitdem jährlich mehr als 21 Prozent Renditen für seine Aktionäre.

Buffett „braucht keinen Computer“ in einer komplett computerbasierten, computergesteuerten Industrie. Buffetts Erfolgsgeheimnis ist das Gegenteil eines Erfolgsgeheimnisses - seit über fünfzig Jahren weist er bei jeder Gelegenheit öffentlich auf völlig offensichtliche Tatsachen hin. Buffett trifft seine Entscheidungen auf Basis von Daten, die jeder in der Zeitung lesen kann.

Sitzen. Lesen. Denken. So wird man Milliardär.

Wie die Schüler sitzen wir vor Buffett und suchen den Haken. Wie David Copperfield liefert Buffetts Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway seit Jahrzehnten konstant die mit Abstand spektakulärsten Performances der Branche. Aber: wer würde darüber noch ungläubig staunen, wenn David Copperfield seinen Fans jedes Jahr einen langen Brief schreiben würde, in dem er jeden Trick verrät und ganz genau erklärt?

Die Jahresberichte Warren Buffetts seit 1996, gehören zum lesenswerten Content im Internet. Der meistinterviewte CEO der Welt erklärt alles in den einfachsten Worten – in Sachen Smart Investment hat ihn in 60 Jahren trotzdem niemand übertroffen. 1979 kostete eine Berkshire Aktie Typ A 335 Dollar. Heute müsste man um die 300.000 Dollar hinlegen. Die zweitteuerste Aktie an der Börse notiert übrigens bei etwas über 4.000 Dollar. Wie kann das sein? Die Antwort wäre nicht typisch Buffett, wenn sie nicht so typisch Buffett wäre: Er schätzt den „Sitzen und Denken“- Anteil an seiner Karriere auf etwa 80 Prozent.

Die hohe Kunst der klugen Cover-Gestaltung

Das Titelbild unserer Veröffentlichung „Smart Investment“ zeigt den herausragenden Anlage-Künstler Warren Buffett – und wurde selbst von einer ziemlich klugen Künstlerin gestaltet.

Was hat Kunst mit Investment zu tun? Geht es beim Geld-Anlegen nicht gerade um eine möglichst rationale, tendenziell fantasielose Analyse von Zahlen und absolut berechenbaren Zusammenhängen? Ist „Kunst“ also nicht eigentlich das Gegenteil von „Finanzwirtschaft“?

Unsere Titelgeschichte über Warren Buffett und seine „Kunst der klugen Anlage“ spielt genau in diesem Spannungsfeld. Geschäftsberichte, Anlagemodelle und Aktienkurse werden nicht von Künstlern kreiert – die Kunst ist, daraus einzigartige Ergebnisse entwickeln. Jedem Maler stehen dieselben Farben zur Verfügung. Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Lina Migić ist Malerin, Zeichnerin, Grafikdesignerin, Filmkünstlerin, Fotografin, Illustratorin, Tätowiererin, kurzum: Künstlerin. Ein Blick auf ihre Arbeiten genügt um zu sehen, dass sie – wie Buffett – im Prinzip nichts anderes macht, aber alles anders. Es gibt viele Investoren - aber nur einen, der Jahresberichte schreibt wie Warren Buffett. Es gibt viele Tätowierer - aber ein Tattoo von Migić erkennt man sofort. 

Eine weitere Parallele: Beide haben ihre Leidenschaft (Buffett für Zahlen, Migić für Kunst) bereits als Kleinkind entdeckt - und seitdem konsequent ausgelebt. In ihrer Heimatstadt Zagreb lernte Lina Migić alles, was ging: von der Hochschule für Angewandte Kunst und Design bis zum Masters Degree des Graphic Art and Painting Instituts an der Academy of Fine Arts in 2011, von Stipendien in Salzburg über Preise in den verschiedensten Disziplinen bis zu zahlreichen internationalen Gruppen- und Einzelausstellungen.

Wie sie aus Sachen, die wir alle sehen, Sachen macht, die wir so noch nie gesehen haben, sollte man gesehen haben

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