In den letzten 25 Jahren hat sich die Anzahl der Banken halbiert. Die Finanzkrise sowie die Einführung der Eigenkapitalrichtlinie für Banken (Basel IV) und die damit verbundenen, kontinuierlich gestiegenen Anforderungen an Unternehmen, führten zu Finanzierungsproblemen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen [(„KMU´s“) gemäß Zahlen der Bundesbank.] Trotz Niedrigzinspolitik der EZB gibt es keine Belebung oder Vereinfachung der Finanzierungsmöglichkeiten – auch nicht für das Exportgeschäft. Geschäftsführer handeln pro-aktiv:

Exportfinanzierung in Deutschland auf Talfahrt

Trotz Niedrigzinsen und Rekordexportzuwachsraten, die Finanzierung der Außenwirtschaftsaktivitäten der KMU`s partizipieren nicht. Und trotz der Zunahme der weltweiten Krisenherde reduzierte sich laut KfW-Geschäftsbericht von 2017 das Projektfinanzierungsgeschäft um 14,5 Prozent im Vergleich zu 2016. Im Jahr 2017 hat Euler Hermes (der staatliche Exportversicherer der Bundesrepublik) lediglich 1,3 Prozent des gesamtdeutschen Exportvolumens abgesichert.

Der Anteil der „unterstützten mittelständisch geprägten Unternehmen“ verringerte sich um rund drei Prozent, die mittelfristigen Exportfinanzierungen sind seit 2013 sogar um 60 Prozent gesunken, im Gegensatz zu anderen europäischen Exportversicherern, die sowohl in den Neuzusagen, als auch bei Exportfinanzierungen für KMU`s Zuwachsraten vermelden. In Deutschland hat das Akkreditiv seinen festen Platz bei der Mehrheit der Exporteure. Dabei lassen sich beim Export in Kombination mit einer Exportversicherung (sogenannte „gedeckte Finanzkredite“ oder „Exportfinanzierungen“) bessere und längerfristige Finanzierungsmöglichkeiten erreichen im Vergleich zu einem Akkreditiv. 

Andere Aspekte wie Bilanz-entlastungseffekte und Garantieabsicherungen könnten dabei zusätzliche Vorteile bringen. Auch Dienstleistungen sind absicherbar. Clevere internationale Geschäftsleute nutzen statt Eigenmittel die günstigen langfristigen Exportfinanzierungen, um in Anlagegüter zu investieren – ein Wettbewerbsvorteil, der von der asiatischen Konkurrenz wie selbstverständlich genutzt wird, denn dieser bringt die Finanzierung für den Käufer gleich mit.

Vorteile der Standardisierung mit Expertenwissen kombinieren

Die Konsolidierung im Bankenmarkt hält an. Die Konzentration auf Kernkunden und die zunehmende Standardisierung ließen Factoringinstitute, Direktbanken, Fintechs und Crowdfinancing entstehen.  Diese bieten oft schnelleren Zugang zu Liquidität aufgrund von automatisierten Prozessen, meist teurer erkauft mittels höherer Zinsen. Die Standardisierung der Prozesse zur Steigerung der Kosteneffizienz ist konträr zu den gestiegenen Anforderungen der international operierenden Mittelständler.

Entgegen aller Werbung um den Mittelstand als Clientel, bedingt durch Kostensenkungsbemühungen, reduzierten viele Finanzinstitute ihre Beratungsaktivitäten auf Standardlösungen. Expertenwissen vorhalten ist kostenträchtig, wird ausgedünnt und ist gegebenenfalls nur für bestimmte Zielkunden noch zugänglich. Die mittel- und langfristigen unternehmerischen und finanztechnischen Aspekte des einzelnen Unternehmens fallen dabei ebenso aus der Betrachtung, wie die vielfältigen Facetten der Unternehmensfinanzierung, inklusive Risikoabsicherungen für das Auslandsgeschäft (Export und Investitionen). Das könnte mittelfristig Risiken für den Unternehmer mit Bezug auf Basel IV bergen.

Der Schlüssel zum Erfolg

Die eigene Unternehmensfinanzierung optimieren und Unternehmenskunden im In- und Ausland die Finanzierung mitbringen, das schafft Kundenmehrwert und Kundenbindung. Wie die Anforderungen und Komplexität in den meisten Branchen gestiegen sind, so ist das Thema Finanzierung ein eigenes Fachgebiet geworden. Das wird oftmals unterschätzt oder ist wenig bekannt. Einige vorteilhafte Finanzierungen erfordern im Vorfeld die Berücksichtigung in Kauf- und Lieferverträgen.

Entsprechende vertragliche Regelungen können Finanzierungsspielräume erweitern sowie haftungserleichternde oder steuerliche Aspekte mitbringen, was auch nicht für alle Corporate Finance oder Handelsexperten das tägliche Arbeitsfeld ist. Unternehmen in angloamerikanischen Märkten nutzen seit langem Financial Advisory Services (Finanzierungsberatung) als Dienstleister für die Organisation von Finanzierungen, ähnlich wie für rechtliche Themen, einen Rechtsanwalt.

Auch gibt es gemeinsame Kanzleien (Rechtsanwalt, Steuerberater und Finanzierungsexperte), die als „power pack“ gemeinsam im Interesse des Unternehmers beraten. Einige internationale Konzerne haben seit langem intern solche Beraterstäbe.

International erfahrene bankenneutrale Finanzierungsspezialisten, die alle Finanzierungsfacetten aus profunder Praxiserfahrung kennen und aus einer Hand anbieten, gibt es nicht viele. Sie haben den Überblick über vorteilhafte Finanzierungsvarianten und zeigen lösungsorientiert unterneh-mensspezifische und auf das Vorhaben bezogene verschiedene Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie strategische Vorteile auf. Somit tragen sie bei, Unternehmenspotenziale zu heben, Risiken zu begrenzen und Marktanteile zu gewinnen.   

Andrae Project Finance GmbH hat sich auf Beratung, Strukturierung und Organisation von nationalen und internationalen Finanzierungen spezialisiert, agiert bankenneutral und bietet vollumfänglichen internationalen Financial Advisory Service.

Veranstaltungstipp: Deutsches Eigenkapitalforum 2018

Vom 26. bis 28. November 2018 heißt es wieder „Unternehmer treffen Investoren“ beim diesjährigen Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt. Nutzen Sie eine der bedeutendsten Kapitalmarktveranstaltungen zum Thema Unternehmensfinanzierung um mit den Entscheidungsträgern von über 200 börsennotierten sowie vorbörslichen Unternehmen in Kontakt zu treten. Bauen Sie Ihr Netzwerk aus und informieren Sie sich über aktuelle Kapitalmarktthemen. Neben den Unternehmenspräsentationen werden auch bis zu 3.500 Einzelgespräche vor Ort stattfinden, die bereits im Vorfeld vereinbart werden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie online unter eigenkapitalforum.com.