Eine Wertanlage in Sachgüter ist so „neu“ wie die Idee der Investition selbst. Die Pharaonen „investierten“ in pompöse Grabstätten voller Wertgegenstände, die Piraten in Schmuck und versteckte Schatztruhen, Dagobert Duck – hatte seinen Geldspeicher.  

Allen gemeinsam ist der Wunsch, sich durch eine stabile Wertanlage abzusichern. Was im Bild Grabräuber, andere Piraten oder die Panzerknacker sind, nennt man heute Inflation.

Die steigende Inflationsrate – 1,6 Prozent im Vergleich zum Januar 2017 -  verstehen viele dahingehend, dass sich unser Geld metaphorisch „unter der Matratze“ auflöst. Ergo werden Sachwerte wieder populär – „was man hat, das hat man“.

Und wenn man „was hat“,  das in Zukunft voraussichtlich seltener zu haben ist, hat man damit eine Grundlage für einen Kapitalzuwachs. In den letzten Jahren wird beispielsweise attraktiver Wohnraum immer seltener – und somit teurer. Die Leute kaufen Wohnungen, Häuser, Grundstücke oder Investieren in Crowdinvesting, um an einem exponentiellen Wachstum zu partizipieren. Ein lukratives Geschäft, doch wo bleibt die Ästhetik?

Sachanlagen sind der großartige Exkurs eines Investmentportfolios, der einige Bedürfnisse zulässt, – manchmal sogar fordert –, die bei anderen Anlagestrategien fatal sein können. Leidenschaft, emotionale Bindungen, Optik, Status, um nur einige zu nennen. Insofern für Investoren eine Möglichkeit, das Investmentleben „anfassbarer“ und genussvoller zu gestalten.

Wein als Sachanlage beispielsweise hat bereits eine große Fangemeinde, die vor allem im asiatischen Raum schnell anwächst. Auch wenn hier im wahrsten Sinne des Wortes nur die „erlesenen“ Weine einen tatsächlichen Handelswert für den Markt mitbringen, werden aktuell fünf Milliarden US-Dollar des „roten Goldes“ gehandelt. Bedenkt man hierbei, dass 2017 durchschnittliche Renditen von zehn Prozent (siehe „Cult Wines“ in London) erreicht wurden, ist es eine attraktive Alternative, die man im Auge behalten sollte.

Fazit: Investment in Sachanlagen sind eine klasse Ergänzung zu einem runden Portfolio. Man benötigt jedoch Marktübersicht und eine wichtige Grundeinstellung: Leidenschaft für das Investment.