In Science-Fiction Filmen zeigen wir unsere futuristische Vorstellung im technologischen Bereich und treffen immer wieder auf Roboter. Künstliche Intelligenzen, effektivere Kopien von Menschen. Schmerzlos, unermüdlich und emotionslos.

Wenn es ums Geld geht, sind wir traditionell besonders sensibel und konservativ. Aber was, wenn es gute Argumente für ein „Roboter“-unterstütztes Investment gibt? Robo-Advice ist das Zauberwort der Branche. In der Theorie steckt dahinter die Idee, sämtliche Dienstleistungen eines traditionellen Finanzberaters zu digitalisieren und zu automatisieren.

Den smarten und erfahrenen Investor werden Robo-Advisor jedoch noch lange nicht ersetzen können.

Doch wie Wilhelm Busch zu sagen pflegte: „Alle Thesen sind Hypothesen.“ In der Praxis ist ein Robo-Advisor ein regelbasiertes Werkzeug zur Bestimmung spezifischer Portfoliostrukturen. Diese strategische Allokation ist der Grundstein für eine Änderung unserer zukünftigen Vermögensanlagen, da schlicht und einfach viel mehr Daten (Kursverläufe, et cetera) in die Berechnungen einfließen.

Die zugrundeliegende Idee im Sinne des Privatanlegers ist klar: günstige und (mehr oder weniger stark) automatisierte Prozessen helfen, langfristig sinnvoll anzulegen. Und wieso sollten hier die Vorteile der Automatisierung nicht genauso genutzt werden wie überall sonst? Automatisierung senkt Gebühren, steigert Effizienz, vereinfacht Interaktion – und kann mit Blick vor allem auf internationale Finanzgeschäfte nicht nur die Orientierung erleichtern, sondern im Zweifelsfall sogar für etwas mehr Gerechtigkeit, beziehungsweise  Chancengleichheit sorgen.

Die unermüdliche und emotionslose „Arbeit“ eines Algorithmus erleichtert es also erheblich, Entscheidungen zu treffen. Geschäfte basieren auf Zahlen und Fakten – gekauft und verkauft wird vor allem aus emotionalen Gründen. Die Grundidee, sich in besonders dynamischen Zeiten von einem Algorithmus beraten zu lassen, ist vielleicht nicht so schlecht. Den smarten und erfahrenen Investor werden Robo-Advisor jedoch noch lange nicht ersetzen können. Was Warren Buffett nach 50 Jahren Lesen und Nachdenken im Kopf hat, lässt sich nicht programmieren.