Die Möglichkeiten sind rar, in letztgenannte oder ähnlich geartete Sachgüter investieren zu können, es sei denn, der Anleger ist bereit, sehr hohe Beträge einzusetzen. Unter dem Stichwort Crowdinvesting lassen sich hingegen vermehrt Anlagen finden, die mit geringen bis mittleren Anlagebeträgen zu erreichen sind.

Beim Crowdinvesting handelt es sich um eine noch recht junge Art der Geldanlage und gleichzeitig der Finanzierung von Unternehmen, bei der über das Internet von einer Vielzahl an Personen, genannt Crowdinvestoren, Kapital eingesammelt wird. Die Crowdinvestoren können sich am Erfolg verschiedenster Unternehmen beteiligen und erhalten für ihre Kapitalbereitstellung eine finanzielle Gegenleistung.

Zumeist sind dabei Anlagebeträge möglich, die im Hunderterbereich beginnen und bis maximal 10.000 Euro je Crowdinvestor reichen. Investiert werden kann zum Beispiel in Immobilienprojekte, in Start-ups, in Energieprojekte, jedoch auch in etablierte Unternehmen mit nachvollziehbaren Wachstumsperspektiven, wovon manche ihr Geschäft auf handfeste Sachgüter gründen, die im Krisenfall eine gewisse Sicherheit bieten können.

Weingüter verfügen über Ländereien, Gebäude und Gerätschaften und natürlich über ihren möglicherweise wertvollen Lagerbestand an Weinen. Ein Unternehmen, das Oldtimer aufwertet, lagert und weiterverkauft, hat einen hochwertigen Fahrzeugbestand.

Wie unterscheiden sich Sachgüterinvestments? Bei Edelmetallen sind es die Preissteigerungen, von denen der Anleger profitieren kann. Wer Mitte Dezember 2017 Platin gekauft und Ende Januar 2018 wieder verkauft hat, konnte in kurzer Zeit satte Gewinne einstreichen. Edelmetallpreise schwanken jedoch oftmals stark. Um Kursgewinne mitzunehmen, muss der Investor die richtige Phase treffen. Dies erfordert ein aktives Management der Anlage.

Wesentlich gleichmäßiger ist etwa der Verlauf des Oldtimerindex, der die Wertentwicklung von Oldtimern misst und über lange Zeiträume recht konstante Wachstumsraten aufweist. 5,4 Prozent waren es von 1999 bis 2016 im Durchschnitt pro Jahr, wobei die Steigerung im Jahr 2017 eine gewisse Pause eingelegt hat und erstmals seit langer Zeit unterhalb von zwei Prozent lag.

Über ein Crowdinvesting öffnen sich vermehrt derartige Märkte, die bislang nur sehr vermögenden Investoren vorbehalten waren, nahezu für jeden Anleger. Es ist an den Investoren, die Eigenschaften des jeweiligen Investments zu analysieren und zu beurteilen, wie gut diese mit den eigenen Anlageüberlegungen harmonieren.