Etwas davon zu besitzen, macht nicht nur glücklich, sondern vermittelt auch ein Gefühl der Sicherheit. Währungen kommen und gehen, Papiergeld kann heute viel wert sein, morgen etwas mehr, übermorgen kaum noch etwas.

Edelmetalle können nicht beliebig vermehrt werden, da es a) prinzipiell nun mal einfach nur eine begrenzte Menge geben kann und b) ihre Gewinnung aus den Tiefen der Erde mit hohem Aufwand verbunden ist. Edelmetalle sind Sachwerte wie Immobilien – und „was man hat, hat man“: Etwas, auf das man zeigen kann, das man überall gegen „aktuelles“ Geld eintauschen kann, kann im Wert niemals auf null sinken.

Eine Wertanlage in Edelmetalle, speziell in Gold und Silber, lässt sich insofern am besten als eine „Wertaufbewahrung“ verstehen – und weltweit auch über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Geschehnisse hinweg als anerkannte Versicherung und universelles Zahlungsmittel ansehen.

Mit einer Unze Gold konnte man sich vor 1.000 Jahren chic und komplett von Kopf bis Fuß einkleiden – genauso wie vor 100 Jahren, genauso wie vor einem Jahr, und auch heute bekommt man für den Gegenwert garantiert einen guten Anzug inklusive Hemd, Socken und guter Schuhe.

Gold zu haben, war vor 1.000 Jahren genauso gut wie vor 100 oder vor 10 Jahren

Aufgrund des starken Anstiegs der Weltbevölkerung und des somit permanent steigenden Bedarfs an Edelmetallen für Schmuck, industrielle und medizinische Anwendungen sowie Anlage- und Sammlerprodukte bleiben Edelmetalle und Edelsteine mittel- und langfristig ein Investment, das sich auszahlt und auch als Beimischung zur Altersvorsorge durchaus zu empfehlen ist. Zumal der steigenden Nachfrage eine konstante, zukünftig sogar meist sinkende Minenproduktion entgegensteht – da Rohstoffe nun einmal endlich sind.

Seit einigen Jahren steigt die Bedeutung von edlen Rohstoffen außerdem im Zuge der wachsenden Probleme eines immer komplexer werdenden Finanzsystems an. Auch als marktfähiges Zahlungsmittel werden Edelmetalle sowie Edelsteine zunehmend wiederentdeckt. Die Finanzindustrie des 21. Jahrhunderts entwickelt sich insbesondere in den westlichen Industrieländern in einem atemberaubenden Tempo.

Ein verlässlicher Gesamtüberblick ist schwer zu bekommen, geschweige denn zu behalten. In Kombination mit der allzu oft allzu kurzsichtigen Arbeits- und Sichtweise am Finanzmarkt entsteht Anlass, auf anderen Wegen nach zuverlässigen Absicherungen zu suchen. Edelmetalle und Edelsteine waren immer, sind und bleiben in jeder Hinsicht attraktiv: Sie sind eine Art Anker, den man in unsicheren, potenziell stürmischen Zeiten gerne auswirft, wenn nach sicherem finanziellem Halt gesucht wird.