Die Experten Alain Gussmann, Bastian Schmidtbleicher und Dr. Utz Niklas Walter legen ihren jeweiligen Standpunkt da, worauf man achten sollte und wie die Zukunft im betrieblichen Gesundheitsmanagement aussieht.

 

 

 

 

 

Dr. Utz Niklas Walter

Wissenschaftlicher Leiter Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung

Zukunftstrends im BGM

 

Kennzahlenmanagement: Ein systematisches BGM-Controlling, das harte und weiche Kennzahlen zusammenführt, wird noch wichtiger für Unternehmen und Behörden.

Präsentismus: Viele Beschäftigte schleppen sich krank zur Arbeit. Es gibt erste Methoden, die dieses Phänomen messbar machen. Sie werden an Bedeutung gewinnen.

Psychische Gefährdungsbeurteilung: Viele Betriebe haben die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz inzwischen ermittelt. Künftig werden Optimierungsmaßnahmen und deren Wirksamkeitskontrolle stärker in den Fokus rücken.

Schlaf und Erholung: Schlafstörungen sind weit verbreitet. Inzwischen haben erste Unternehmen das Potenzial von Schlafberatungsangeboten für Wohlbefinden und Produktivität erkannt.

Aufsuchende BGF: Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass BGM-Maßnahmen vor allem dann erfolgreich sind, wenn sie in direkter Arbeitsplatznähe und während der Arbeitszeit stattfinden. Dieser Trend wird weiter zunehmen.

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Bastian Schmidtbleicher

Geschäftsführer VIP-Training Variable Individuelle Prävention GmbH

Blended Corporate Health

 

Die Zukunft moderner Ansätze im Personal- aber auch gesamthaften Management eines Unternehmens liegt in deren Wirtschaftlichkeit. Dies gilt auch für das betriebliche Gesundheitsmanagement und an diesem Punkt ist das Thema noch nicht angekommen. Diese Zeilen schreibe ich als Gründer und Geschäftsführer des marktführenden Dienstleisters für betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland mit über 30 Standorten, über 350 KollegInnen und Kunden aller Branchen und Größen.

Grundsätzlich bestimmen drei zentrale Herausforderungen jeden Konzern. Es geht um Personal und dessen Entwicklung, um die Nutzung, Aus- und Einwirkungen der Digitalisierung und um das ohnehin beliebte Thema Kosteneffizienz.

Fakt ist – die Digitalisierung kann und wird der Treiber für Gesundheit in Unternehmen sein und werden, Fakt ist aber auch, dass der Kontakt von Mensch zu Mensch nicht ersetzt werden kann. Nutzen wir die Stärken der Digitalisierung, ermöglichen wir Struktur, Kennzahlen, Wirksamkeit und Verfügbarkeit von Gesundheitsmanagement. Setzen wir parallel Experten für die Impulsgebung, die Realisation gesetzlicher Vorgaben und für die Sensibilisierung ein, erhalten wir einen hocheffektiven, sehr wirksamen und kosteneffizienten Ansatz für das betriebliche Gesundheitsmanagement. 

 

 

 

 

 

 

Alain Gussmann

Gründer BSMBetriebssportmanagement GmbH

Betriebssport in Unternehmen

 

Wie profitiert ein Unternehmen von der Einführung von Betriebssport?

Wichtige Anreize sind langfristig gesehen der Erhalt der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, die Steigerung des Wohlbefindens und die Kostensenkung durch geringere Krankheitsausfälle. Zusätzlich wird das Unternehmen für Bewerber und Mitarbeiter attraktiver.

Ein ebenso wichtiger Punkt ist der prognostizierte Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels. Auf der Suche nach den besten Mitarbeitern am Markt und für die dauerhafte Bindung an das Unternehmen sollte auch hier der Betriebssport stark an Bedeutung gewinnen.

Wie lässt sich das Training in den beruflichen Alltag integrieren?

Wir empfehlen direkt im Unternehmen Räumlichkeiten für den Betriebssport zu nutzen und diesen zum Beispiel in Form von „aktiven“ Pausen während der Arbeitszeit oder für einen nahtlosen Übergang direkt davor/danach stattfinden zu lassen.
Für den Managementbereich eines Unternehmens empfehlen wir die direkte Einzelbetreuung in Form von Personal Training. Dadurch kann zeitlich flexibel auf die Anforderungen des Unternehmens und die Bedürfnisse des Mitarbeiters eingegangen werden und es ermöglicht eine reibungslose Integrierung in den Arbeitsalltag.