Häufig sind Menschen in Führungspositionen betroffen.

Zu den sogenannten Risikofaktoren für diese Erkrankungen gehören die Zuckererkrankung, das Rauchen, ein hohes Cholesterin sowie eine familiäre ererbte Belastung. Wichtigster und gut behandelbarer Risikofaktor für diese Herz- und Gefäßerkrankungen ist jedoch der Bluthochdruck. Leider wird der Bluthochdruck nicht selten zu spät erkannt beziehungsweise wenn erkannt, nicht oder nicht ausreichend behandelt.

Da Bluthochdruck sehr weit verbreitet ist (bei über 70-Jährigen hat nahezu jeder zweite Mensch in Deutschland einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck) gehört eine Blutdruckmessung zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, welche ab dem 40. Lebensjahr wenigstens einmal jährlich durchgeführt werden sollten.

Nur in wenigen Fällen lässt sich eine direkt behandelbare Ursache des Bluthochdrucks finden. Meist handelt es sich bei dem Bluthochdruck um eine Erkrankung, die für das gesamte weitere Leben mit Medikamenten behandelt werden muss, um Folgeschäden – wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herz- und Nierenschwäche – zu vermeiden.

Es stehen mehrere exzellent wirksame und gut verträgliche Medikamente für die Therapie des Bluthochdrucks zur Verfügung. Die Mittel der ersten Wahl für den Bluthochdruck sind sogenannte Hemmer des Renin-Angiotensin-Systems sowie sogenannte Kalzium-Antagonisten. Wenn hiermit keine ausreichende Blutdruckeinstellung möglich ist, werden sogenannte Diuretika und Beta-Blocker hinzugenommen.

Durch Gewichtsabnahme beziehungsweise regelmäßiges körperliches Training kann die Entwicklung eines Bluthochdrucks hinausgezögert werden und beim schon vorhandenen Bluthochdruck eine Verbesserung der Einstellung erreicht werden.

In besonderen Fällen sogenannter refraktärer Hypertonie, das heißt einem auch unter Kombination mehrerer Medikamente nicht einstellbaren Bluthochdruck, kann eine Katheterbehandlung der sympathischen Nerven im Bereich der Nierenarterie zu einer besseren Blutdruckeinstellung führen.

Eine konsequente Behandlung des Bluthochdrucks ist wichtig, da die Folgeschäden oft zu schwerwiegender Behinderung führen und nicht mehr gut behandelbar sind. Bluthochdruck in Kombination mit einer Zuckererkrankung ist die häufigste Ursache für eine Dialysebehandlung in Deutschland.

Außerdem ist der Bluthochdruck der häufigste behandelbare Risikofaktor für einen Schlaganfall, der oft mit schwerwiegender Behinderung einhergeht, sowie für die Herzschwäche. Der Früherkennung des Bluthochdrucks und der konsequenten Einstellung mit Medikamenten kommt daher überragende Bedeutung zu.