Die Wintermonate bringen sie wieder mit sich – die verschnupften Kollegen mit roten Nasen und triefenden Augen, die sich hustend und keuchend durch die Büros schleppen. Wenn man sie dort überhaupt antrifft und die Grippewelle sie nicht nach Hause verbannt hat. Am höchsten ist die Ansteckungsgefahr für die meisten dieser Krankheiten in Großraumbüros und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Gefährliche Krankheitserreger

Verursacher der Erkrankungen sind Keime, genauer Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder auch Pilze. Besonders resistente können einige Wochen oder sogar Jahre überleben. Auch aus dem Urlaub werden so genannte „Superkeime“ eingeschleppt, die weit schlimmere Folgen haben können als ein kleiner Schnupfen. Übertragen werden sie meistens direkt von Mensch zu Mensch, zum Beispiel beim Händeschütteln.

Dabei hilft das einfache Hausmittel Händewaschen mit Seife schon, um sich und andere zu schützen.

Anstecken kann man sich aber auch indirekt, wenn kontaminierte Gegenstände berührt werden und man sich danach an Nase oder Augen fasst. Hier haben die Experten sogar genauer gezählt: Mit 866 Bakterien pro Quadratzentimeter ist zum Beispiel die Kaffeetasse eine wahre Bakterienschleuder. Sie ist damit 37 Mal so keimbeladen wie eine Toilettenbrille.

Ebenfalls stark belastet folgen das Telefon mit 630 Bakterien, Schreibtischplatte, PC-Maus und Tastatur mit 315 Keimen. Selbst der Fahrstuhlknopf ist noch mit durchschnittlich 236 Bakterien verseucht.

Hilfreiche Hygieneregeln

Um seine Kollegen mit Husten und Schnupfen nicht anzustecken, raten Experten daher, eine Grippe idealerweise gleich zu Hause auszukurieren. Allerdings muss die Unternehmenskultur dieses verantwortungsbewusste Handeln auch förden.

Häufig verbreiten sich Keime auch auf dem Schreibtisch oder, noch versteckter, auf und in der Computer-Tastatur.

Aber selbst wenn das Unternehmen in Sachen Hygiene strenge Regeln aufstellt, ist damit noch lange nicht gewährleistet, dass sich jeder daran hält. Zumal niemand selbstverständliche gesellschaftliche Gepflogenheiten einfordern kann – wie zum Beispiel sich die Hände nach dem Toilettengang zu waschen, was angeblich jeder vierte Mitarbeiter nicht macht. Aber wer fragt seinen Kollegen schon danach?  Zumal das Thema Körperhygiene schambesetzt ist.

Dabei hilft das einfache Hausmittel Händewaschen mit Seife schon, um sich und andere zu schützen. Dies ist nach wie vor die wichtigste Präventionsmaßnahme. Ob das Wasser warm oder kalt ist, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Seife sowohl die Handfläche als auch alle Finger erreicht. Allerdings sollte man es nicht so übertreiben, dass die Haut austrocknet, reißt und so neue Stellen entstehen, in die Keime eindringen können.

Auch verschnupfte Taschentücher werden nicht einfach in den Papierkorb geschmissen. Sie finden ihren Platz am besten in einem Mülleimer, dessen Deckel auch verschließbar ist. Gerade in den Wintermonaten kann die Heizungsluft außerdem schnell die Schleimhäute austrocknen – und so gelangen Krankheitserreger leichter in den Körper. Dem wirkt man entgegen, in dem durch Stoßlüften frische Luft in die Räume gelangt.

Häufig verbreiten sich Keime auch auf dem Schreibtisch oder, noch versteckter, auf und in der Computer-Tastatur. Besonders Kollegen, die am Arbeitsplatz essen, verursachen auf der Tastatur einen leichten Fettfilm. Bakterien freuen sich über diese idealen Bedingungen.

Desinfizierende Reinigungsmasse

Reinigungstücher helfen dann vor dem Einschalten des PC, die Tastatur abzuwischen. Damit gelangt man allerdings nicht in die Zwischenräume der Tasten. Wer deshalb nicht gleich die einzelnen Tasten herauslösen will, was bei einem Laptop ohne bleibende Schäden sowieso nicht funktioniert, kann auch eine spezielle Reinigungsmasse verwenden.

Die gallertartige Masse lässt sich tief in die Tastatur eindrücken, wo ein Tuch nicht hinkommt, und danach wieder abziehen. Staub, Krümel und Fusseln, aber auch Bakterien und Viren werden damit einfach und sicher entfernt. Funktioniert übrigens auch auf Telefonen, Handys oder sonstigen Flächen im Büro – eben überall, wo sich die gefährlichen Keime zu Abertausenden verstecken.