Umso wichtiger ist es deswegen, dass sich die Mitarbeiter in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen, dass sie motiviert sind – und dass sie gesund bleiben: Betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnt somit stetig an Bedeutung.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) soll die Bedingungen am Arbeitsplatz optimieren und gleichzeitig berufsbedingte Risiken verringern. Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und ideale Voraussetzungen für körperliche und psychische Gesundheit vorfinden, sind auch motivierter und produktiver.

Eine Voraussetzung, von der letztlich vor allem die Firma selbst profitiert – in wirtschaftlicher Hinsicht genauso wie in puncto Arbeitgeberattraktivität. Langfristig gesehen kann auch der Arbeitgeber vom BGM, durch eine Reduzierung der Krankheitskosten, profitieren. Bereits heute gibt es deswegen zahlreiche Konzepte, Richtlinien und Leitfäden für BGM und Mitarbeiterzufriedenheit.

Für eine bestmögliche Work-Life-Balance und zur Vermeidung von Stress sind flexible Arbeitszeitmodelle mittlerweile fast schon Standard. Regelmäßige Schulungen und ein vollwertiges Essensangebot in der Betriebskantine sind weitere Aspekte, die bei einem ganzheitlichen BGM eine Rolle spielen können. Im Büroalltag ist vor allem die Ergonomie am Arbeitsplatz entscheidend für die Gesundheit der Mitarbeiter.

Ebenfalls gesundheitsfördernd bei der Büroarbeit ist es, zwischendurch einmal aufzustehen.

In Deutschland gibt es über 17 Millionen Büroarbeitsplätze – Tendenz steigend. Analog dazu steigt das Risiko für bestimmte psychische und körperliche Erkrankungsbilder. Lärm in Großraumbüros sorgt für Stress, trockene Raumluft begünstigt Atemwegsinfekte, das Licht der Computerbildschirme ermüdet die Augen.

Das schlimmste gesundheitliche Risiko im Büro ist der tägliche Sitzmarathon, denn das viele Sitzen erhöht nicht nur das Risiko für Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern belastet auch unser Muskel-Skelett-System – allen voran den Rücken. Verspannungen oder sogar chronische Schmerzen sind deswegen fast schon eine Berufskrankheit bei Büroarbeitern: Rückenbeschwerden und andere Erkrankungen des Bewegungsapparats sind mit über 20 Prozent die häufigste Ursache für Krankschreibungen.*

Die gute Nachricht: Zahlreiche Büromöbelhersteller und Arbeitgeber haben den Handlungsbedarf erkannt und darauf reagiert. Bei vielen modernen Büromöbeln steht die Ergonomie im Vordergrund. Bei welchen Produkten dies wirklich der Fall ist, können Verbraucher am Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. feststellen. Dieses Siegel wird nur an Produkte vergeben, die einem unabhängigen medizinisch-therapeutischen Expertengremium sowie einem strengen Kriterienkatalog gerecht werden.

Bei Sitzmöbeln befassen sich diese Kriterien laut der AGR vor allem mit der Unterstützung von bewegtem Sitzen – beispielsweise durch ein dynamisch-flexibles Sitzkonzept. Ebenfalls gesundheitsfördernd bei der Büroarbeit ist es, zwischendurch einmal aufzustehen. Dies wird möglich, wenn Stehpulte als alternative Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Den gleichen Effekt haben auch höhenverstellbare Schreibtische. Fakt ist: Um Rückenbeschwerden und weiteren berufsbedingten Erkrankungen bestmöglich vorzubeugen, ist ein ergonomisches Bewusstsein im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unerlässlich.