Problematisch sind zum Beispiel Spiegelungen auf einem Display, dessen Oberfläche glänzt. Selbst geringe Lichtreflexe führen dazu, dass ihnen der Benutzer vor dem Schirm ausweichen möchte. Das kann körperlich jedoch zu Verspannungen und sogar Haltungsschäden führen.

Auch Monitore, die einen glänzenden Rahmen haben oder flimmern und flackern, können das Auge unnötig irritieren. Grund für das Flimmern sind in der Regel ungeeignete Dimming-Verfahren bei der Helligkeitssteuerung. Ideal sind Geräte, bei denen sich PWM- und Gleichstrom-Dimming ergänzen und ein flimmerfreies, augenschonendes Bild schaffen.

Passende Höhe

Wichtig ist eine Neigungseinstellung, weil man mit ihr störende Reflexionen durch die Deckenbeleuchtung verhindern kann: Monitore sollten nach oben in Richtung Decke, aber auch nach unten zur Schreibtischplatte verstellbar sein. Idealerweise kann der Monitor außerdem senkrecht nach oben oder nach unten bis auf Höhe seiner Bodenplatte verschoben werden.

So ist gewährleistet, dass das Gerät wirklich je nach Größe des Bildschirms oder Mitarbeiters ideal eingestellt ist. Ohne diese hohe Flexibilität können gesundheitliche Schäden wie Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich oder Kopfschmerzen auftreten. Wer dann wirklich von allen Blickrichtungen aus über eine hohe Bildqualität verfügen möchte, verwendet Geräte mit IPS oder VA Panel für eine gute Blickwinkelstabilität.

Unter Augenhöhe

Von all diesen Vorteilen profitiert der Mitarbeiter allerdings nur, wenn sein Monitor richtig auf dem Schreibtisch platziert ist: Ergonomisch sinnvoll ist der Platz gegenüberliegend. Dann kann man vermeiden, dass man den Kopf nicht ständig zur Seite dreht. In der Höhe sollte die oberste Bildschirmzeile deutlich unterhalb der Augenhöhe liegen.

Unternehmerische Verantwortung

Wer solche Krankheiten bedenkt und mögliche krankheitsbedingte Fehltage zusammenrechnet, sieht Investition in Büroausstattung, die ergonomisch gesund ist, nicht als teure Anschaffung, sondern aus mehreren Gründen als sinnvoll an: Unternehmen werden ihrer Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber gerechnet. Sie agieren langfristig wirtschaftlich, weil sie Ausfallzeiten reduzieren und stattdessen die Produktivität steigern. Und last, but not least sind attraktive Büroeinrichtungen in Zeiten von Arbeitskräftemangel ein Pluspunkt, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden.

4 Tipps für gesundes Arbeiten am Bildschirm

  1. Die optimale Bildschirmdiagonale eines üblichen Bildschirmarbeitsplatzes beträgt etwa 24 Zoll.
  2. Abhängig von der Displaygröße, beträgt der ideale Abstand zwischen Nutzer und Monitor etwa 50 bis 80 cm.
  3. Die maximale Höhe der obersten Zeile des Monitors sollte unterhalb der waagerechten Blicklinie liegen.
  4. Ist die Blicklinie auf die Bildschirmmitte um ca. 35 Grad aus der Waagerechten abgesenkt, können ermüdende und gesundheitsschädliche Körperhaltungen vermieden und optimale Sehbedingungen erreicht werden.