Nur wenn es Managern gelingt, eine steile Karriere mit ihrem Privatleben in Einklang zu bringen und auf Balance zu achten, entgehen sie der Burn-out-Falle. In der neuen Arbeitswelt verlieren körperliche Risiken und Belastungen an Bedeutung, dafür gewinnen die sogenannten psychischen Belastungen die Oberhand.

„Wenn die derzeitige Entwicklung so weiter geht, werden Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen bald auf dem Niveau der Fehlzeiten körperlicher Erkrankungen liegen. Wir haben etwa fünf Prozent der erkrankten Menschen, die psychische Störungen aufweisen. Seelische Leiden dauern in der Regel sehr lange. Sie machen einen Anteil von 15 Prozent an den Tagen der Arbeitsunfähigkeit aus. Das heißt: Wer psychisch krank ist, braucht länger bis er wieder zur Arbeit zurückkommt“, erklärt Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes.

Die psychisch belasteten Arbeitsverdichtungen sind auch Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Diabetes und natürlich psychische Störungen (z.B. Depressionen, Angststörungen). In der Betrachtung der „neuen“ Arbeitswelt müssen daher auch neue Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt werden.

„Wir brauchen Arbeitsbedingungen, die Mitarbeiter nicht innerhalb kürzester Zeit verbrennen, sondern nachhaltig mit der Ressource Arbeitskraft der Mitarbeiter umgehen. Wir brauchen eine Unternehmenskultur, in der Stress, psychische Belastungen und psychische Erkrankungen kein Tabu-Thema sind, sondern offen angesprochen werden können“, so Knieps.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) – eine echte Chance zur Prävention psychischer Erkrankungen

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein Führungsinstrument, dass die Ressource Gesundheit im Unternehmen optimal erschließt. Die Zusammenführung von individualpräventiven Maßnahmen, Verhältnisprävention, Personalmanagement und Arbeits- und Gesundheitsschutz senkt den Krankenstand, steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität und führt zu einem nachweislich verbesserten Betriebsklima.

Eine systematische Umsetzung der Betrieblichen Gesundheitsförderung zusammen mit einer fundierten Analyse der Arbeitsbedingungen im Gesundheitszirkel identifiziert sehr gut Risikofaktoren für die psychische Gesundheit. Die psychische Gefährdungsbeurteilung ist seit 2013 ohne hin gesetzlich festgeschrieben.

Führungskräften kommt eine zentrale Rolle für die Gesundheit am Arbeitsplatz zu. Sie tragen die unmittelbare Verantwortung für die psychische und physische Gesundheit der Beschäftigten, aber vor allem auch für die eigene Gesundheit. Die Entwicklung und Implementierung einer gesundheitsförderlichen Führungskultur ist eine zentrale Personal- und Entwicklungsaufgabe für viele Unternehmen.

Dabei liegt das Thema (psychische) Gesundheit keineswegs allein im Verantwortungsbereich der Führungskräfte. Die Gesundheit der Beschäftigten wird zum gleichwertigen Unternehmensziel neben Qualität, Kundenfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit.

Das Projekt „psyGA – psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ unterstützt Führungsverantwortliche mit den entwickelten Tools zunächst den Zugang zum Zusammenhang psychischer Erkrankungen und Arbeitswelt zu finden. Darüber hinaus laden die Handlungshilfen und das eLearning Programm zur Selbstreflexion ein und geben wertvolle Praxistipps für gesunde Führung.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.psyga.inf

3 Tipps gegen Stress

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Zeitnot ist ein Hauptversursacher von Stress.

Wer die Uhr nicht im Blick hat und sich nicht genügend Zeit nimmt, lebt in ständiger Hektik.

Seien Sie pünktlich

Nehmen Sie sich Zeit und planen Sie ruhig 15 Minuten länger ein, um zur Arbeit oder zu einem Termin zu kommen - weniger Zeitdruck bedeutet automatisch mehr Gelassenheit.

Ein chaotischer Schreibtisch hat zur Folge, dass man jedes Mal, wenn man etwas sucht, in Hektik verfällt.

Chaos ade

Räumen Sie auf.

Ein klar strukturierter und aufgeräumter Schreibtisch wirkt entspannend.

Der alte Spruch...

"Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen"

enthält viel Wahrheit. Werden unliebsame Dinge immer wieder verschoben, belastet dies die Psyche.

Aufschub vermeiden

Ungeliebte Aufgaben sollten immer sofort erledigt werden. So verhindert man das Aufschieben und hat den Kopf frei für die übrigen Aufgaben, die zu erledigen sind. Der Arbeitstag wird entspannter und produktiver.